Rat des Südtiroler Meisterbundes gewählt - Fotogalerie

Die erste Vollversammung des Südtiroler Meisterbundes hat letzten Freitag in der Messe Bozen stattgefunden. Die Investition in Bildung lohnt sich, davon sind Südtirols Meisterinnen und Meister überzeugt. Unter dem Motto „Der Meisterbrief - das sicherste Wertpapier" lud der Südtiroler Meisterbund zu seiner ersten Vollversammlung mit Wahlen des Rates der Südtiroler Meister. Zahlreiche Ehrengäste und über 100 Meisterinnen und Meister aller Branchen sind der Einladung gefolgt.

meisterversammlung haller_1000Im Dezember des Vorjahres wurde der Südtiroler Meisterbund als erster Interessensvertreter für die Meisterinnen und Meister gegründet. „Es war Zeit, dass wir Meisterinnen und Meister uns vereinen und uns gemeinsam für das Ansehen der Meisterausbildung, der Qualität der Meister und deren Interessen einsetzen", erklärte Martin Haller, Initiator des Projektes Meisterbund. Von der hochwertigen Ausbildung der Meister zeigte sich auch Landesrat Philipp Achammer überzeugt. Man könne derzeit nichts Besseres tun, als der praktischen Bildung einen neuen Stellenwert zu geben, so der Landesrat. Dem Meisterbund sichererte er seine volle Unterstützung, insbesondere für die anstehende Errichtung einer Meisterschule im Technologiepark und die Anerkennung des Südtiroler Meisterbriefes im Ausland zu. Auch die Stärkung des Lehrlingswesens, sowie Erleichterungen für Lehrbetriebe nannte der Landesrat als prioritäre Ziele.
meisterversammlung 1000Hauptreferent Heinrich Traublinger, langjähriger Präsident der Handwerkskammer München und Oberbayern und selbst Bäcker- und Konditormeister ist überzeugt, dass die Investition in die Meisterausbildung die beste Investition in eine erfolreiche berufliche Zukunft und das richtige Fundament für die Selbstständigkeit ist. Im Zuge der Finanzkrise der vergangenen Jahre habe sich gezeigt, dass viele Wertpapiere schlicht und einfach Schrott sind, wer aber in Bildung investiere, erhalte die besten Zinsen, so Traublinger. Derzeit würde gerade auf europäischer Ebene viel über Verbraucherschutz und Qualität diskutiert. „Meister verfügen über eine fundierte Ausbildung und setzen auf Qualität, der Meisterbrief ist somit präventiver Verbraucherschutz", erklärte Traublinger.
Höhepunkt der Veranstaltung waren die Wahlen des Vorstandes, des so genannten Rates der Südtiroler Meister. Malermeister Alois Ausserer, Tischlermeister Hannes Prader, Elektrotechnikmeister Martin Haller, Kunstglasermeisterin Ester Brunini, Frisörmeisterin Maria Stella Falcomatà, Schmiedemeister Horst Pichler, Bäckermeister Benjamin Profanter, Grafikermeisterin Ingrid Daprà, Küchenmeister Andreas Köhne, Gärtnermeister Valtl Raffeiner, Meister des Handels Christian Giuliani und Peter Mayrl werden die Interessen der Meisterinnen und Meister an vorderster Spitze vertreten. Im Rahmen der ersten Ratssitzung wird der Obermeister und dessen Stellvertreter gewaehlt.
Eine Ehrung erhielten all jene Mitglieder, welche seit über 30 Jahren im Besitz Ihres Meisterbriefes sind. In Südtirol wurde die erste Meisterprüfung im Jahr 1965 abgelegt. Ermanno Zocchi zählt zu den langjährigsten Meistern in Südtirol, er hat seinen Meisterbrief als Maler im Jahr 1959 in Deutschland erworben. „Die Erfahrung die ich in Deutschland im Rahmen meiner Meisterausbildung sammeln konnte, waren sehr positiv und wertvoll für meinen weiteren Lebensweg", sagte Zocchi.

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