"Heizen mit Holz… aber richtig!" zieht positive Bilanz

23 Gemeinden und rund 7600 Bürgerinnen und Bürger haben 2017 bis 2020 an der Aktion "Heizen mit Holz... aber richtig!" der Landesumweltagentur und der Kaminkehrer im LVH teilgenommen.

Praktische Vorführung der sachgemäßen und unsachgemäßen Holzfeuerung anhand von zwei Holzöfen in Terenten. - Foto: LPA/Landesagentur für Umwelt und KlimaschutzPraktische Vorführung der sachgemäßen und unsachgemäßen Holzfeuerung anhand von zwei Holzöfen in Terenten. - Foto: LPA/Landesagentur für Umwelt und KlimaschutzRund 90.000 Holzheizungen und rund 60.000 Öl- und Gasheizungen haben in den letzten Tagen in Südtirol wieder den Betrieb aufgenommen. Damit sie nicht zur Belastung für die Luftqualität werden, ist ein fachgerechter Betrieb der Heizungsanlagen ausschlaggebend. Vor drei Jahren, im Herbst 2017, wurde daher die Bewusstseinskampagne "Heizen mit Holz... aber richtig" von der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz in Zusammenarbeit mit der Berufsvereinigung der Kaminkehrer im Landesverband der Handwerker (LVH) und dem AFB-Bildungs- und Energieforum initiiert. 23 Gemeinden aus allen Landesteilen Südtirols und rund 7600 Bürgerinnen und Bürger sowie Schülerinnen und Schüler haben bis November 2020 an der Aktion teilgenommen.

"Eine konkrete Anleitung für das richtige Heizen mit Holz zu liefern und über die Auswirkungen einer unsachgemäßen Holzverbrennung auf Gesundheit und Umwelt zu informieren, darauf zielt die Sensibilisierungskampagne ‚Heizen mit Holz... aber richtig!‘ ab", unterstreicht der Landesrat für Umwelt und Energie, Giuliano Vettorato. "Durch das Befolgen einfacher Regeln, die auch in einem kurzen Video auf dem YouTube-Kanal des Landes dargestellt sind, kann jeder Einzelne seinen Holzofen und Holzherd korrekt befeuern und gleichzeitig zur Verbesserung der Luftqualität in seiner Umgebung beitragen."

Unsachgemäße Holzverbrennung vermeiden

Neben dem fachgerechten Betrieb von Heizungsanlagen, durch den Emissionen und Verbrauch minimiert werden können, ist auch eine regelmäßige Wartung der Anlagen wichtig. Bei allen größeren Anlagen (über 35 Kilowatt) nimmt der Kaminkehrer jährlich eine Abgaskontrolle vor. Insbesondere bei kleinen Holzheizungen (unter 35 Kilowatt) ist neben der Wartung aber auch das richtige Heizen entscheidend für geringere Emissionen.

"Unvollständige und unsachgemäße Verbrennungsprozesse können zu einem erheblichen Anstieg der Feinstaubemissionen führen", erklärt Georg Pichler, Direktor des Landesamtes für Luft und Lärm in der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz. Vor allem in den ländlichen Gemeinden sei das der Fall. Durch starke Inversionswetterlagen im Winter könne sich die Situation noch zusätzlich verschlimmern. "Auch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe wie das nachweislich krebserregende Benzo(a)pyren können gebildet werden", so Pichler.

Vorteile einer guten Verbrennung vorgeführt

Über 3200 Interessierte haben von 2017 bis 2020 an den Informationsabenden und den praktischen Vorführungen zur Holzfeuerung in den Gemeinden Latsch, Sand in Taufers, Eppan, Sarnthein, St. Lorenzen, Algund, Schluderns, Sterzing, Deutschnofen, Innichen, Lajen, Rasen-Antholz, Villanders, St. Pankraz, Tramin, Jenesien, St. Ulrich, Mals, Kaltern, Lüsen, Naturns, Leifers und Terenten teilgenommen.

Besonders großen Anklang fand die Gegenüberstellung der sach- und der unsachgemäßen Holzverbrennung anhand der praktischen Vorführung mit zwei Holzöfen durch die Kaminkehrer Manfred Baumgartner und Christian Dorfmann. Auch für die Kaminkehrer war die Bewusstseinsskampagne "Heizen mit Holz... aber richtig" eine sehr positive Erfahrung, wie der Obmann der Berufsvereinigung der Kaminkehrer im LVH, Christian Resch, erklärt: "Durch eine gute Feuerung kann nämlich nicht nur die Luftqualität verbessert, sondern auch Kohlenmonoxid-Unfällen vorgebeugt und Kaminbrände vermieden werden."

Bewusstseinsbildung bereits in der Schule

Auf viel Interesse stieß die Aktion "Heizen mit Holz... aber richtig" auch in der Schule. 91 Grundschulklassen mit insgesamt 1515 Schülerinnen und Schülern behandelten das Thema anhand des Puppentheaters "Feuer mit Fritz", 142 Mittelschulklassen mit insgesamt 2795 Schülerinnen und Schülern nahmen am Workshop "Lebensmittel Luft" teil. Beide Initiativen waren Teil des Schulpakets "Umwelt.Schule" der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz.

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