"Ethical Banking" für das Handwerk in Südtirol

Nicht Geld verschenken, sondern sinnvoll und nachhaltig investieren: Mit dem neuen Projekt „Ethical Banking – Handwerk in Südtirol" werden Südtiroler Kleinbetriebe mit Versorgungsfunktion und traditionelle Handwerksberufe gefördert und unterstützt.

ethical banking_pk_800Ethical Banking: Josef Klotz, Martin Hilpold, Roland Furgler, Gert Lanz (v.l.)„Wir wollen für das Südtiroler Handwerk einen Mehrwert schaffen und jenen Hilfe zur Selbsthilfe ermöglichen, die darauf angewiesen sind", betonte lvh-Präsident Gert Lanz beim Unterzeichnen des Rahmenabkommens des Projektes „Ethical Banking – Handwerk in Südtirol" mit der Raiffeisenkasse Bozen. Seit 15 Jahren leitet die Raiffeisenkasse Bozen dieses Projekt, das nun auch auf das Südtiroler Handwerk umgemünzt wird. Damit werden traditionelle oder vom Aussterben bedrohte Handwerksberufe und Kleinbetriebe mit Versorgungsfunktion, die in strukturschwachen oder abwanderungsgefährdeten Gebieten angesiedelt sind, unterstützt. Diesen Betrieben wird ein Förderkredit für neue und innovative Investitionen und Kooperationsprojekte gewährleistet. Die Maximalsumme der Kredite wird auf 50.000 Euro festgelegt.

Alte Handwerksberufe weiterführen und fördern

Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde das Vorhaben präsentiert und das Rahmenabkommen zwischen Ethical Banking und dem Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister unterschrieben. Damit startet die neue Finanzierungslinie für das kleinstrukturierte Südtiroler Handwerk. „Gerade traditionelle Handwerksberufe und jene Berufe, die vom Aussterben bedroht sind, bedeuten auch ein Stück Südtiroler Geschichte, die es zu erhalten gilt", betonte Roland Furgler, Projektleiter von Ethical Banking. „Wir bieten den Südtiroler Sparern die Möglichkeit, selbst einen Beitrag zu leisten, dass solche Berufe gefördert werden und vielleicht auch junge Menschen wieder einen Anreiz bekommen, alte Handwerksberufe weiterzuführen. Damit werden lokale Wirtschaftskreisläufe unterstützt. Durch die Veröffentlichung der Kredite bieten wir den Betrieben ein Schaufenster, um sich der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Ich bin sehr froh über die Zusammenarbeit mit dem lvh – wir haben damit einen kompetenten Partner in Sachen Handwerk gefunden. Der lvh überprüft nämlich vorab, ob ein Kreditprojekt den Kriterien entspricht und somit die Voraussetzungen für einen Ethical-Banking-Förderkredit gegeben sind. Damit hat der Sparer eine zusätzliche Sicherheit der sinnvollen Verwendung seines Spargeldes."

"Schwierig, sich zu behaupten"

„Vor allem für kleine traditionsbewusste Betriebe ist es schwierig, sich in der heutigen, schnelllebigen Zeit zu behaupten", bestätigte auch Josef Klotz, lvh-Obmann der Drechsler. Dabei pflichtete ihm Martin Hilpold, Obmann der Schuhmacher im lvh, bei: „Auch unsere kleinen regionalen Betriebe machen das Südtiroler Handwerk aus – sie gilt es, stärker zu unterstützen. Mit dem Projekt Ethical Banking – Handwerk in Südtirol haben wir einen möglichen Weg dafür gefunden."

Für weitere Informationen wenden sich lvh-Mitglieder an die lvh-Kreditabteilung.

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