Innovative Technologien, die Senioren selbständiger machen

Neue Technologien, die Menschen mit Beeinträchtigung chronisch Kranken und Senioren mehr Mobilität und Wohlbefinden verschaffen – damit beschäftigt sich die Arbeitsgruppe „AmbientAssisted Living" des TIS innovation park. Die Mitglieder des Netzwerks, darunter auch der lvh, sorgen dafür, dass der Bedarf der Südtiroler Bevölkerung an solchen Technologien von heimischen Unternehmen gedeckt werden kann. Besonders für Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe sieht der Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister in diesem Bereich große Vernetzungsmöglichkeiten und Erfolgspotenzial.

Demografischer Wandel, die Zunahme chronischer Krankheiten und der Wunsch nach Selbständigkeit in den eigenen vier Wänden bis ins hohe Alter bringen einen wachsenden Bedarf an Technologien mit sich, die diese Anforderungen erfüllen können. In der Arbeitsgruppe AmbientAssisted Living (AAL) des TIS kommen daher private und öffentliche Südtiroler Organisationen und Unternehmen zusammen: sie analysieren den Bedarf in direktem Kontakt mit den Endnutzern – Menschen in Krankenhäusern oder Altersheimen –, sammeln Lösungsvorschläge und machen aus diesen, in Zusammenarbeit mit Unternehmen, konkrete Lösungen.

Großes Potenzial für Südtiroler Betriebe

lisa habitech_800Die Ergebnisse aus vielen kleinen Projekten, die daraus bisher hervorgingen sind vielfältig. Sie reichen von einer Uhr, mit der Demenzkranke einen Hilferuf direkt an einen Angehörigen absetzen können, bis hin zu innovativen Lichttechnologien, die für Senioren und Kranke eine Bereicherung darstellen, aber auch das Wohlbefinden gesunder Menschen steigern können. Im Rahmen einer kleinen Ausstellung wurde auch das Forschungsprojekt „LISA habitech" vorgestellt, das technische und wohnraumintegrierte Assistenzsysteme konzipiert hat. Zumal in Südtirol bereits mehrere Projekte hinsichtlich seniorengerechtem Wohnens laufen, besteht für Handwerks- und Dienstleistungsbetriebes großes Potential, ist man im lvh überzeugt.

EU-Projekt "Guiding light"

Auch schon vorgestellt wurde ein innovatives Lichtsystem, das ältere Menschen durch intelligente Raumbeleuchtung im Alltag unterstützt. „Richtungsweisende" Lichter zur besseren Orientierung innerhalb der Wohnung oder Anpassung der Lichtintensität an den individuellen Tagesrhythmus für ein größeres Wohlbefinden sind nur einige der Funktionen, auf die – trotz anfänglicher Skepsis gegenüber neuen Technologien – keine der Testpersonen mehr verzichten wollte. Das ist eine der Erkenntnisse aus dem EU-Projekt „Guiding Light", die vom gleichnamigen Projektkonsortium präsentiert wurden, an dem auch das Südtiroler Unternehmen apollis beteiligt ist.

Bitte einloggen, um diesen Artikel kommentieren zu können.

Diese Webseite verwendet eigene technische Cookies und Cookies Dritter, damit Sie effizient navigieren und die Funktionen der Webseite einwandfrei nutzen können.