Infoabende: Den Einbrechern ins Handwerk pfuschen

Die Zahl der Diebstähle und Einbrüche ist in den letzten Monaten auch in Südtirol leicht angestiegen. Eine Sicherheitskampagne, die von den Elektrotechnikern und den Tischlern im lvh gemeinsam mit dem Regierungskommissariat für die Provinz Bozen ausgearbeitet wurde, soll nun sowohl persönliche Verhaltenstipps als auch technische Vorkehrmaßnahmen vermitteln.

E-Marke plakat DEDas Interesse für Alarmanlagen und elektronische Überwachungssysteme hat im Zuge der ansteigenden Diebstähle und Einbrüche zugenommen. Gleichzeitig hat die Bevölkerung ein größeres Bedürfnis nach allgemeinen Verhaltenstipps und Sicherheitsratschlägen entwickelt. „Die Südtiroler Handwerker, speziell die Elektrotechniker und die Tischler im lvh, wollen diese Anforderungen aufgreifen und den Menschen das notwendige Sicherheitsgefühl wieder zurück geben. Unser Ziel ist es nicht, den Menschen noch mehr Angst vor Einbrüchen einzujagen, sondern ihnen konkrete und individuelle Lösungen zu bieten", erklärte Gert Lanz, Präsident im Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister im Rahmen der heutigen Pressekonferenz. In Zusammenarbeit mit dem Regierungskommissariat für die Provinz Bozen wurde eine Sicherheitskampagne ausgearbeitet, die vor allem über technische Vorkehr- und Sicherheitsmaßnahmen beraten, aber auch Informationen vermitteln soll, wie man selbständig Risikofaktoren vermeiden bzw. beseitigen kann. „Die Sicherheit der Südtiroler Bevölkerung liegt dem Regierungskommissariat stark am Herzen. Deshalb ist es uns ein großes Anliegen, die Initiative des Wirtschaftsverbandes zu unterstützen und auch unseren Beitrag zu leisten. Im April wird offiziell eine nationale Vereinbarung unterzeichnet, die der Sensibilisierung und vor allem der Information der Bevölkerung dienen soll ", unterstrich der stellvertretende Vikar des Regierungskommissariats Francesca De Carlini.

Schwachstellen am Haus aufdecken

Auf die wichtige Rolle der Handwerker, sprich Sicherheitsexperten, ging Martin Haller, Obmann der Berufsgruppe Installation und Vizepräsident im lvh, ein: „Die Erfahrung der Polizei zeigt vielfach, dass Einbrüche in Einfamilienhäuser meistens über die Fenstertüren und Fenster erfolgen, zumal diese häufig die größten Schwachstellen in einem Haus oder in einer Wohnung darstellen. In Mehrfamilienhäusern hingegen verschaffen sich Einbrecher Zutritt zumeist über die Wohnungseingangstüren, aber auch über leicht erreichbare Fenster. Geübte Täter können diese oftmals in weniger als 30 Sekunden öffnen. Durch den Einsatz unterschiedlichster Technik und entsprechende Sicherheitsanlagen kann das unerlaubte Eindringen in Gebäude und der Diebstahl des Eigentums verhindert werden." Konkrete Informationen über persönliche Verhaltensregeln, technische Sicherheitsvorkehrungen sowie Einbruchdiebstahlversicherungen erhalten die Südtiroler im Rahmen einer Vortragsreihe mit Vertretern der Polizei und den Carabinieri, einer Versicherungsagentur sowie Fachexperten für Alarmanlagen, Überwachungssysteme und Sicherheitstüren- und Fenster.

Die Termine im Überblick:

  • 19. März 2015, 19 Uhr, Haus des Handwerks Bozen, Mitterweg 7
  • 23. März 2015, 19 Uhr, Berufschule Schlanders, Protzenweg 8/a
  • 24. März 2015, 19 Uhr, Berufschule Meran, Rennstallweg 24
  • 26. März 2015, 19 Uhr, Berufschule Brixen, Fischzuchtweg 18 (Aula a 0/07)
  • 27. März 2015, 19 Uhr, Berufschule Bruneck, Toblstraße 6
  • 1. April 2015, 19 Uhr (in ital. Sprache), ital. Berufschule Bozen, St. Gertraud-Weg 3 (sala congressi)

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