Armutsgefährdung der Pensionisten steigt

Laut einer Istat-Analyse ist die Anzahl der Pensionisten, die in völlige Armut abrutschen, im letzten Jahr um 22 Prozent gestiegen. „Die Mindestrente muss unbedingt auf den nationalen Durchschnitt angepasst werden", unterstreicht Johann Zöggeler, Landesvorsitzender der Althandwerker im lvh.

Zoeggeler-Johann---Obmann-AH44 Prozent der Pensionisten leben in Italien mit einer Rente von weniger als 1.000 Euro Brutto bereits an der Armutsgrenze, Tendenz steigend. 888.000 Menschen über 65 Jahre verfügen laut einer Istat-Untersuchung nicht über die notwendigen Mittel, um existenzielle Überlebensdienstleistungen in Anspruch nehmen zu können. In Südtirol sind auch mehrere Pensionisten davon betroffen. "Diese Ergebnisse sind alarmierend. In Südtirol gibt es ca. 5000 ältere Menschen, die alleine leben und lediglich eine Mindestrente sprich 500 Euro oder sogar weniger pro Monat beziehen", erklärt der Landesvorsitzende der Althandwerker Johann Zöggeler. Schließlich seien es diese Menschen gewesen, die dem Land zu ihrem wirtschaftlichen Wohlstand verholfen haben. Insofern sei es eine soziale und moralische Verpflichtung, diesen Menschen noch ein Leben in Würde zu ermöglichen. „Die älteren Menschen dürfen auf keinen Fall zurückgelassen werden. Gemeinsam mit dem nationalen Verband der Althandwerker ANAP (Associazione Nazionale Anziani e Pensionati) werden wir dafür kämpfen, dass die Mindestrenten auf den nationalen Durschnitt angepasst und damit von 500 auf 650 Euro erhöht werden", so Zöggeler.

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