Krise hat Wipptaler Handwerk immer noch stark in der Hand

Mangelnde Aufträge sowohl von öffentlicher als auch privater Seite treiben die Handwerker im Wipptal an die Existenzgrenze. Der Bezirksausschuss der Handwerker im lvh ruft die politischen Vertreter zum dringenden Handeln auf.

Thaddaeus-Mader---OO-Sterzing„Die wirtschaftliche Situation und Entwicklung hier im Wipptal ist beängstigend", erklärt lvh-Ortsobmann von Sterzing, Thaddäus Mader. Besorgniserregend seien vor allem die rückläufigen Auftragszahlen im Bau und Baunebengewerbe. „Paradox ist, dass es zahlreiche Bauvorhaben von Privatpersonen mit einem großen Investitionsvolumen gäbe, die aber von verschiedenen Seiten blockiert und damit nicht umgesetzt werden können. Wenn die kleinen Betriebe bei den öffentlichen Arbeiten schon nicht zum Zug kommen, wären die Privatinvestitionen sehr wohl ein Bereich, wo wir Aufträge erhalten könnten", so Mader. Im Wipptal gibt es 368 Handwerksbetriebe, die 1414 Mitarbeiter beschäftigen und damit ein wichtiger Arbeitgeber für den Bezirk sind. Durch die Auftragsvergabe an lokale Betriebe würde die Arbeit und gesamte Wertschöpfung im Bezirk bleiben und würde nicht verloren gehen, wie dies häufig bei öffentlichen Arbeiten geschieht. „Wir sind unbedingt auf die Unterstützung der Politik angewiesen. Es müssen sofort Maßnahmen überlegt und umgesetzt werden, die den Wipptaler Wirtschaftsmotor wieder in Schwung bringen, damit die Existenz unserer Familienbetriebe erhalten bleibt. Und dies kann nur gelingen, wenn die öffentliche und private Seite an einem Strang ziehen", betont Mader.

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