Verkehr durch Intermodalverkehr entlasten

Im Rahmen der Verkehrswoche 2014 wurde mitgeteilt, dass das Verkehrsaufkommen über die einzelnen Transitstrecken von und nach Italien in den letzten Jahren relativ konstant geblieben ist. Die Warentransporteure im lvh schlagen dennoch Entlastungen vor.

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Wenn die ein und dieselbe Lade- oder Transporteinheit mit zwei oder mehr Verkehrsträgern befördert wird, spricht man von Intermodalverkehr. „Dies würde bedeuten, dass zum Beispiel eine Ladung für eine bestimmte Strecke mit dem LKW und den restlichen Teil auf der Schiene transportiert wird", erklärt Elmar Morandell, geschäftsführender Obmann der Warentransporteure im lvh. Der Vorteil dieser Transportkette: Umwege und Staus können vermieden werden, die Umweltbelastung kann reduziert und gleichzeitig die pünktliche Ankunft der Ware erhöht werden. „Momentan ist dieser kombinierte Verkehr allerdings nicht möglich aufgrund der veralteten Infrastruktur der Schiene, den zu langen Warte- und Fahrtzeiten sowie den schlechten Zulaufstrecken zu den Bahnhöfen. Die Folge ist, dass es zu einem erheblichen Zeitverlust und Kostenaufwand kommt. Sämtliche Zusatzkosten müssten von den Frächter übernommen werden und dies ist für uns nicht tragbar", so Morandell.
Mit besseren technischen Voraussetzungen und einer konstruktive Zusammenarbeit mit der italienischen Eisenbahngesellschaft RFI könnte der Transport noch rentabler und pünktlicher arbeiten und gleichzeitig die Brennerachse vom Schwerverkehr entlastet werden. „Wenn wir ein Wachstum der Transporte anstreben, ist ein strategischer Ansatz notwendig: nur durch leistungsfähige und kosteneffiziente Systeme auf Schiene und Straße kann der Transportbereich gestärkt werden", so Morandell.

 

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