Kooperationsbereitschaft als Basis für eine positive Wirtschaftsentwicklung

„Eppan quo vadis - Die öffentliche Verwaltung im Spannungsfeld zwischen reduziertem Haushalt und Wirtschaftsförderung" lautete der Titel der heutigen Gesprächsrunde im Rahmen der Eppan Produktiv. Die Eppaner Handwerker fordern von der Gemeinde mehr Kooperations- und Gesprächsbereitschaft.

 

IMG 3933Die Nachfrage nach Förderungen steigen, während die finanziellen Mittel schrumpfen - auch auf Gemeindeebene. Dies war das Thema der heutigen Diskussionsrunde im Rahmen der Wirtschaftsschau Eppan Produktiv. Die Handwerker von Eppan äußerten dabei ein ganz klares Anliegen: „Von einer lokal florierenden Wirtschaft profitiert stets auch die Gemeinde. Darum sollte es unser Ziel sein, die Wirtschaft voranzutreiben und Investitionen zu unterstützen", unterstrich Martin Haller, lvh-Vizepräsident. Die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Gemeinde müsse dabei die Grundvoraussetzung darstellen. „Wir Handwerker sind es gewohnt, nicht über Probleme zu diskutieren, sondern gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Wir wünschen uns lediglich, bereits im Vorfeld über Vorhaben auf Gemeindeebene informiert zu werden und die Einbindung der lokalen Wirtschaftstreibenden sichern zu können", betonte auch lvh-Vorstandsmitglied und Bauunternehmerin aus Eppan, Heidi Felderer.
Der Wunsch nach mehr Zusammenarbeit besteht für die lokalen Handwerker vor allem im Bereich der öffentlichen Ausschreibungen. „Der Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister steht als Kompetenzzentrum gerne zur Verfügung, damit vermehrt lokale Firmen zu öffentlichen Ausschreibungen eingeladen werden. Wenn ein Betrieb zum Beispiel nicht über eine SOA-Zertifizierung verfügt, besteht die Möglichkeit, dass sich mehrere Betriebe zusammenschließen und die Zertifizierung eines Handwerker für die gesamte Bietergemeinschaft genutzt werden kann", so Haller.
Kooperationsbereitschaft sicherte sowohl Bürgermeister Wilfried Trettl als auch der Eppaner Wirtschaftsassessor Philipp Waldthaler zu. „Wir müssen auf jeden Fall versuchen, mehr Geld in die freie Wirtschaft zu pumpen. Eine große Chance und nutzbaren Spielraum haben die Gemeinden sicherlich hinsichtlich der Steuerautonomie", erklärte Waldthaler. Auf die Eigenverantwortung eines jeden Bürgers im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben machte der Obmann der Raiffeisenkasse Überetsch Philipp Oberrauch aufmerksam.

Im Bild (von links): Wilfried Trettl, Bürgermeister von Eppan, Heidi Felderer, lvh-Vorstandsmitglied, Moderator Eberhard Daum, Philipp Waldthaler, Wirtschaftsassessor, Martin Haller, lvh-Vizepräsident und Philipp Oberrauch, Obmann der Raiffeisenkasse Überetsch

 

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