Handwerk in Hafling will weiterhin auf Jugend setzen

Obwohl Covid-19 großteils die heuer erste lvh-Ortsversammlung beherrschte, zeigten sich die Handwerker von Hafling dennoch zuversichtlich in Hinblick auf die Zukunft. Besonders junge Menschen wollen sie für das Handwerk begeistern und gewinnen.

Alexander Reiterer, lvh-Ortsobmann von HaflingAlexander Reiterer, lvh-Ortsobmann von HaflingDie diesjährige Ortsversammlung war anders als andere Jahre. lvh-Ortsobmann von Hafling Alexanderer Reiterer begrüßte die Handwerker dieses Jahr im Rahmen einer Videokonferenz: “Ich freue mich, dass es gelungen ist, unseren Gesprächs- und Themenaustausch auf diesem Weg zu organisieren. Es ist nach wie vor wichtig, über handwerkliche, wirtschaftspolitische sowie steuerrechtliche Schwerpunkte zu sprechen und Visionen für die Zukunft zu wagen. Wir schauen auf ein hartes Jahr 2020 zurück, hoffen aber, dass es bald bergauf geht. Wichtig ist, dass es weiterhin gelingt, die Arbeitstätigkeit aufrecht zu erhalten.“

In dieselbe Kerbe schlug auch Horst Fritz in Vertretung des lvh-Bezirksobmannes Mathias Piazzi: „Das Coronavirus hat uns vor noch nie dagewesene Herausforderungen gestellt und uns ein ganz neues Arbeiten und Handeln abverlangt. Der lvh war uns in dieser Zeit ein wichtiger Partner, der uns täglich über die laufenden neuen Verordnungen informierte, eine direkte Vertretung in der Politik garantierte und konkrete Vorschläge für sichere Arbeits- und Hygienerichtlinien einbrachte.“ Fritz listete außerdem die wichtigsten Höhepunkte und Initiativen des Verbandes im Jahr 2020 auf. Dazu zählt u.a. die Landesmeisterschaft der Berufe WorldSkills Italy, welche unter Einhaltung höchster Sicherheitsstandards umgesetzt werden konnte. Für den Haflinger Ortsausschuss ist klar: Gerade jetzt sei es wichtig, junge Menschen für das Handwerk und die vielseitigen Perspektiven zu begeistern. Entsprechend werde man sich Gedanken machen, mit welchen zusätzlichen Maßnahmen und Aktionen, die Jugend Lust auf Südtiroler Handwerk bekommen könne. Erst im Herbst 2020 wurde die Junghandwerkergruppe Tschögglberg gegründet, welche stark motiviert ist, dieses Ziel voranzutreiben.

Über die Chancen und Herausforderungen des Handwerks sprach lvh-Vizepräsident Giorgio Bergamo. Neben den Konjunktur- und Umsatzentwicklungen aufgrund von Covid-19 erläuterte er die Pläne des Verbandes in Hinblick auf Verlustbeiträge und Liquiditätsmaßnahmen. „Wir werden gemeinsam mit unserem direkten Ansprechpartner im Südtiroler Landtag Gert Lanz alles daran setzen, dass Tätigkeitsunterbrechungen verhindert werden“, betonte Bergamo. Über rechtliche und steuerrechtliche Neuheiten referierte lvh-Steuerexperte Lorenz Tinkhauser.

Die Abschlussworte gingen an den Leiter der Raiffeisenkasse Hafling Roland Gamper, die Bürgermeisterin Sonja Anna Plank und den Vizebürgermeister Hubert Werner. Während Gamper das Bankinstitut als Vertrauenspartner für die Handwerksbetriebe hervorhob, kündigte Plank einige Bauvorhaben an: „Heuer wird die neue Dorfzufahrt umgesetzt, die Arbeiten dazu werden im Frühjahr beginnen. Das Handwerk ist der zweitgrößte Arbeitgeber im Dorf und damit ein starker lokaler Leistungsträger.“ Dass man nach wie vor versuchen werde, die Arbeiten an lokale Betriebe zu vergeben, unterstrich Vizebürgermeister Hubert Werner. Er wies die Handwerker aber auch darauf hin, die erforderlichen Einschreibungen in das Vergabeportal zu tätigen.

Abschließend bedankte sich Ortsobmann Reiterer bei allen Referenten und Teilnehmern: „Ich hoffe, dass wir uns bei der nächsten Versammlung wieder persönlich treffen und weitere Gedanken austauschen können.“

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