Körperpflege: „Bitte keine Hausbesuche zurzeit!“

Ungeniert nutzen einige die Maßnahmen bezüglich COVID-19 und in Folge die Schließung der Salons aus, um mittels Hausbesuche Behandlungen anzubieten. „Gegen dieses Vorgehen muss etwas getan werden. Derartige Hausbesuche und Behandlungen bergen zahlreiche Gefahren,“ betont Monika Lardschneider, Obfrau der lvh-Berufsgruppe Körperpflege und Dienstleistungen.

(v.l): Monika Lardschneider, Obfrau der lvh-Berufsgruppe Körperpflege und Dienstleistungen, und die Vizeobfrau der Berufsgruppe Patrizia PostéWissen, Fachkenntnisse und Hygienestandards müssen im Bereich der Körperpflege garantiert sein, um eine qualitative Dienstleistung anbieten zu können. In der Realität gibt es allerdings immer wieder Quereinsteiger, die sich selbst zu Fachleuten in diesem Bereich ernennen. Die jetzige Situation, in der Salons aufgrund der Corona-Maßnahmen geschlossen bleiben müssen, nützen einige Laien als auch einzelne professionelle Dienstleister ungeniert aus: Sie bieten ihre Behandlungen mittels Hausbesuche an. Dienstleistungen dieser Art bergen zurzeit aus gesundheitlicher Sicht große Risiken: Einerseits besteht sowohl für den Kunden als auch den Dienstleister die Gefahr, sich an COVID-19 anzustecken, andererseits können Hygienestandards nicht eingehalten werden. Die Risiken sich von einem selbsternannten Experten behandeln zu lassen, dem das Fachwissen fehlt, kommt noch hinzu.

Monika Lardschneider, Obfrau der lvh-Berufsgruppe Körperpflege und Dienstleistungen, Karin Ploner, Obfrau der lvh-Schönheitspfleger, sowie Sigrid Terleth, Obfrau der lvh-Friseure, warnen Kunden vor diesen Angeboten und rufen Dienstleister im Körperpflegesektor zu Verantwortung auf: „Für Kunden können derartige Behandlungen negative Folgen haben. Nebenwirkungen können aufgrund falscher Vorgangsweisen und Techniken sowie aufgrund der Nichteinhaltung von Hygienevorschriften entstehen. In unserem Sektor ist die professionelle Ausbildung, die regelmäßige Weiterbildung und die Einhaltung der strengen Hygiene-Protokolle, die das territoriale ASL vorschreibt, von grundlegender Bedeutung. Es ist kein Zufall, dass in Friseursalons und Schönheitszentren die Hygiene- und Sicherheitsvorschriften strikt respektiert werden – im Sinne unserer Arbeit als auch der Gesundheit unserer Kunden. Zurzeit sind in Südtirol alle Salons geschlossen. Das heißt, dass auch die Fachleute aus dem Bereich der Körperpflege vorübergehend ihre Arbeit einstellen müssen. Aus diesem Grund bitten wir um Verständnis und darum, dass sich niemand auf „Do-it-yourself”-Behandlungen oder Dienstleistungen von Laien verlässt. Wir bitten darum, die Wiedereröffnung der Friseur-Salons und Schönheitszentren abzuwarten und dann professionelle Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Die Dienstleister rufen wir dazu auf, sich verantwortungsvoll an die Maßnahmen zu halten. Sie setzen nicht nur ihre und die Gesundheit anderer auf das Spiel, sondern riskieren auch sehr hohe Strafen!“

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