Handwerk Schnals: „Trend neigt wieder zu Regionalität"

„Neue Erfolgschancen für das Südtiroler Handwerk durch Megatrends" war eines der Themen, die vor Kurzem bei der Jahreshauptversammlung der lvh-Ortsgruppe von Schnals behandelt wurden. Auch die wichtigsten Themen auf Bezirks- und Verbandsebene kamen dabei zur Sprache. Über Aktuelles aus der Gemeindestube berichtete der Bürgermeister persönlich.

Goetsch-Michael---OO-Schnals„Im vergangenen Jahr haben wir Handwerker einen kleinen Wirtschaftsring hier in der Gemeinde gegründet", berichtete Michael Götsch, lvh-Ortsobmann von Schnals, erfreut. „Wir treffen uns auch schon regelmäßig und tauschen uns über wirtschaftlich wichtige und aktuelle Themen aus", so Götsch. Des Weiteren informierte er über die Tätigkeit der Ortsgruppe und wünschte allen ein erfolgreiches neues Jahr.
Bezirksobmann Andreas Nagl ging in seiner Ansprache auf sein Treffen mit Landeshauptmann Arno Kompatscher ein, bei dem er seine Forderungen zur Verbesserung der öffentlichen Ausschreibungen vorgebracht hat. „Ich hoffe, dass so schnell wie möglich Erleichterungen für unsere Betriebe erreicht werden. Leider wird momentan die Möglichkeit zur direkten Vergabe der Arbeiten kaum genutzt. Auch daran muss man arbeiten!", war Nagl der Meinung. Er begrüßte, dass ein neues Landesraumordnungsgesetz in Planung sei, das wieder lesbar und verständlich ist.

Neue Chancen für das Handwerk

lvh-Verbandsassistentin Nadine Pichler gab Aufschluss über Megatrends und deren Chancen für die Südtiroler Handwerker und Dienstleister. „Momentan neigt der Trend immer stärker zu Regionalität und Nachhaltigkeit. Die Kunden interessieren sich vermehrt für einheimische Produkte und Dienstleistungen und sind auch bereit, mehr Geld dafür zu bezahlen", fasste sie die Ergebnisse einer Umfrage zusammen. Auch wegen der Individualität und Qualität entscheiden sich immer mehr Menschen dazu, regionalen Produkten den Vorzug zu geben. Auch der Trend der steigenden Lebenserwartung der Bevölkerung bietet Chancen für das Handwerk, sich neu aufzustellen und die betriebliche Produktpalette zu erweitern. „Man denke dabei zum Beispiel an die unzähligen Entwicklungsmöglichkeiten beim altersgerechten Wohnen. Besonders wenn man bedenkt, dass aktuell gerade einmal 1% der Wohnungen seniorengerecht gestaltet sind", so Pichler.

"Stets bemüht"

Bürgermeister Karl Josef Rainer blickte auf die Entwicklung des Handwerks in seiner Gemeinde zurück. „Einige Betriebe haben sich sehr gut entwickelt, andere mussten leider schließen, weshalb es in manchen Sektoren keine Unternehmen mehr in Schnals gibt", bedauerte er. „Deshalb mussten bei einigen Ausschreibungen die Arbeiten außerhalb der Gemeinde vergeben werden. Wir haben uns aber stets bemüht, den Schnalser Betrieben den Vorzug zu geben, wenn es möglich war", versicherte Rainer und rief den Anwesenden in Erinnerung, sich in das Online-Landesportal der Ausschreibungen einzutragen, da nur registrierte Betriebe zur Teilnahme eingeladen werden können.

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