Marteller Handwerker machen trotzdem weiter!

Auch wenn die Bürokratielast und die schwierigen Rahmenbedingungen bei den Ausschreibungen den Aufschwung der Wirtschaft behindern, blicken die Marteller Handwerker im lvh zuversichtlich in die Zukunft. Vor allem der Jugendarbeitslosigkeit soll im neuen Jahr der Kampf angesagt werden. Großes Thema bei der Jahreshauptversammlung war außerdem das Krankenhaus in Schlanders. Man war sich einig, dass es in seiner jetzigen Form unbedingt erhalten werden muss.

Spechtenhauser-Hildegard---OO-Martell„Leider überwiegen in den letzten Jahren meistens die negativen Meldungen, wenn es um Wirtschaft oder Politik geht", bedauerte lvh-Ortsobfrau Hildegard Spechtenhauser. „Besonders die Vergabe und der Zugang zu öffentlichen Ausschreibungen muss dringend erleichtert und verbessert werden. Der Bürokratieaufwand ist nach wie vor zu hoch", erklärte sie, fand aber auch motivierte Worte für die Handwerker: „Wir lassen uns aber nicht unterkriegen und machen trotzdem immer weiter!" Ein Jahresschwerpunkt der Marteller Handwerker liegt 2015 ganz klar auf der Reduzierung der Jugendarbeitslosigkeit, der man mit einer guten Lehrlingsausbildung entgegenwirken möchte, betonte die Ortsobfrau.

Nächste Schritte

Auch Andreas Nagl, der lvh-Bezirksobmann des unteren Vinschgaus, sprach sich dafür aus: „Die Stärkung unserer Vinschger Berufsschulen ist sehr wichtig, die Integration der Arbeitssicherheitskurse in die Lehrpläne ein nächster notwendiger Schritt", teilte er mit. Des Weiteren kündigte er für die nahe Zukunft eine bezirksübergreifende Wirtschaftsschau an, bei der auch die Mithilfe und Teilnahme der Marteller Handwerker gefragt sein wird. Spechtenhauser und Nagl sprachen sich beide für den Erhalt des Krankenhauses in Schlanders aus und riefen die Anwesenden dazu auf, sich für die Einrichtung mit all ihren Abteilungen einzusetzen.
"Wenn wir das Krankenhaus verlieren, verlieren wir auf Dauer auch unsere Hausärzte", warnte Landesrat Josef Noggler und erklärte, dass die Landesregierung in der Frage um die Schließung der kleinen Strukturen freie Entscheidungen treffen könne. Da das Interesse aber daran liege, das Gesundheitswesen zu zentralisieren, hätte das zur Folge, dass Kleinspitäler geschlossen oder reduziert werden.

Öffentliche Aufträge

Bürgermeister Georg Altstätter versicherte den anwesenden Handwerkern, dass die öffentlichen Bauprojekte in Martell möglichst an heimische Betriebe vergeben werden. „Von Vorteil können bei den Ausschreibungen auch Kooperationen unter den Betrieben sein. Wenn man sich gemeinsam bewirbt, steigern sich Produktangebot und Wettbewerbsfähigkeit. Dadurch ist auch die Chance auf den Zuschlag höher", schlug er vor. Die nötige Rotation bei den Ausschreibungen stelle kleine Gemeinden wie Martell jedoch vor immer größere Probleme. Der Bürgermeister appellierte deshalb an die Politik, in dieser Angelegenheit aktiv zu werden.

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