Kleinbetriebe nach wie vor unter Druck

Kastellbell - Tschars – Das Südtiroler Handwerk ist nach wie vor stark belastet. Vor allem Überreglementierung und Bürokratiewahn machen den Betrieben stark zu schaffen. Die Handwerker von Kastelbell-Tschars haben kürzlich über die aktuellen Probleme diskutiert.

kastelbell tschars_ov_800Strenge Auflagen bestimmen immer noch den Arbeitsalltag der Handwerker, vor allem der kleinstrukturierten Betriebe. Insofern muss es die Aufgabe der Politik sein, sich für faire und vor allem umsetzbare Gesetze der Südtiroler Kleinunternehmen einzusetzen, waren sich die Handwerker von Kastelbell – Tschars einig, die sich kürzlich im Rahmen der lvh-Ortsversammlung trafen. „Nur eine starke Ortsvertretung ermöglich auch eine starke Mitsprache sowohl auf lokaler als auch auf Landesebene", unterstrich lvh-Ortsobmann Alfred Defatsch. Welche bedeutende Rolle das Handwerk im Ort einnimmt, gerade auch hinsichtlich der Sicherung von Arbeitsplätzen und der Ausbildung von Jugendlichen, betonte der anwesende lvh-Präsident Gert Lanz. „Eine neue Chance für Kleinbetriebe bietet auf jeden Fall das neue Landesvergabegesetz. Der Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister hat sich viele Jahre für ein neues Ausschreibeverfahren eingesetzt, um der hiesigen Wirtschaft neue Impulse zu verschaffen", so der Verbandspräsident. Dass die Gemeinde versuchen werde, möglichst alle Arbeiten auf Lokal- bzw. Bezirksebene zu vergeben, versicherte der Bürgermeister Gustav Tappeiner. Man warte nur noch auf die Richtlinie zur Anwendung des Gesetzes.
Andreas Nagl, Obmann des lvh-Bezirks Untervinschgau berichtete über verschiedene Neuerungen im Handwerk auf Landesebene und kündigte einige geplante Initiativen wie die Wirtschaftsschau im Vinschgau, ein Leader- und Praktikantenprojekt an.

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