Heiz- und Biomasseanlagen: Konfusionen häufen sich

Was unterscheidet die jährliche obligatorische Wartung der Feuerungsanlagen von der Überprüfung der Rauchgase? Diese Frage hat letzthin zu Konfusionen unter den Inhabern von Heizanlagen geführt. Der Obmann der Feuerungstechniker im lvh klärt über den grundlegenden Unterschied auf.

cutro marcello 300Marcello CutròBetroffen sind alle Besitzer von Heizkesseln, Gasboilern, anderen Heizanlagen (außer Öfen und Kaminöfen) oder Biomasseanlagen bis zu 35 kW: Wann ist die periodische Wartung nötig und wann müssen die Rauchgase überprüft werden? Marcello Cutrò erklärt den Betroffenen den grundlegenden Unterschied. „Die Wartung eines Heizkessels betrifft die Reinigung des Brenners und des Wärmetauschers sowie die Kontrolle des korrekten und effizienten Rauchabgangs. In anderen Worten: Sie sieht all jene Kontrollen vor, die eine Anlage sicher und funktionstüchtig machen. Durchgeführt werden kann diese Überprüfung ausschließlich vom Feuerungstechniker. Die Überprüfung der Rauchgase hingegen ist eine chemische Kontrolle sprich Analyse der Verbrennung, womit die Leistungsfähigkeit geprüft wird. Dabei werden Verbrennungsprodukte entnommen um festzustellen, ob die Werte konform mit den vorgeschriebenen Schwellenwerten sind. Diese Inspektion kann sowohl vom Feuerungstechniker als auch vom Kaminkehrer durchgeführt werden", so Cutrò.

Warum ist die Kontrolle der Heizkessel wichtig?

Zum einen, um die Sicherheit in einem Haushalt zu gewährleisten und zum anderen, um die Energieeinsparung zu fördern und damit den Ausstoß von Schadstoffen zu verringern und die höchste Leistungsfähigkeit der Anlage zu erzielen. Kurz gesagt: die periodische Kontrolle dient der Reinigung, Sicherheits- und Funktionskontrolle. Durchgeführt werden sollte diese idealerweise in der Zeit, in der die Heizung ausgeschalten ist. „Etwas ganz anderes ist die Kontrolle der Rauchgase: diese ist vom Gesetz vorgeschrieben, damit die bei der Verbrennung enthaltene Gasmenge sprich das Kohlenmonoxid gemessen werden kann. Auf diese Weise wird sowohl die Sicherheit als auch die Verschmutzung der Atmosphäre unter Kontrolle gehalten. Geringe CO-Ausstoße und korrekte CO2 Emissionen bedeuten schließlich, dass weniger Brennstoffe verbrannt werden und dadurch geringere Mengen an Schadstoffen an die Atmosphäre abgegeben werden", unterstreicht Feuerungstechniker Cutrò.

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