Die Spengler im Zeichen der Zukunft

Die Spengler im Zeichen der Zukunft

 Unter dem Motto "Ein Augenblick Zukunft" hat sich am 1. März die Jahreshauptversammlung der Bau- und Galanteriespengler abgehalten. Im feierlichen Rahmen konnte der bestätigte Obmann Hubert Trenkwalder auf eine erfolgreiche Legislaturperiode zurückblicken. Die Schwerpunkte der Tätigkeit liegen in Ausbildung und kontinuierliche Pflege des Berufsimage.

"Ich BIN a Spangler!", mit diesen Worten leitete Obmann Hubert Trenkwalder in die wieder sehr gut besuchte Jahresversammlung 2013 an der Bozner Haselburg ein und unterstrich damit den ganzen beruflichen Stolz und das Bewusstsein für eine Tätigkeit, die unter den Berufskollegen nicht nur als Beruf sondern als auch Berufung gefühlt und gelebt wird. Dies unterstrich der Obmann auch in seinem reichhaltigen Tätigkeitsbericht, der anlässlich der anstehenden Neuwahlen nicht nur eine Aufstellung der Aktivitäten des Berufsbeirates im letzten Jahr war sondern auch eine Resümee der Ausrichtung und der Philosophie des gesamten Ausschusses in den vergangenen fünf Jahren widerspiegelte. Entsprechend stellten die zahlreichen Ehrungen der Ausschussmitglieder einen der Höhepunkte der Versammlung dar. "Dies ist für mich ein Zeichen des Dankes und der Anerkennung für Menschen, die ihre Zeit freiwillig für den Berufsstand der Spengler opfern. Diesen Personen gebührt großer Respekt".

"Wir sind ständig für den Beruf unterwegs", dies belegen die über sechzig Treffen, Versammlungen, Meetings, Aussprachen und Interventionen auf lokaler, regionaler und internationaler Ebene, in denen der Obmann und seine Berufsbeiräte in ihrem Ehrenamt das Bestmögliche für die Zunft erarbeitet haben. Traditionell wurde dabei ein besonderes Augenmerk auf die berufliche Ausbildung gelegt.

Berufsbildung

"Wir sind, was wir aus unserer Jugend machen", dies die weiterführenden Worte von Obmann Trenkwalder, der mit großem Stolz verkünden durfte wie sich anlässlich einer solchen Veranstaltung der "älteste" Meister und der "jüngste" Geselle in ein und demselben Rahmen feierlich ehren ließen.

Christoph Egger, Bildungsbeauftragter im Berufsausschuss resümierte kurz auf das laufende Schuljahr zurück und berichtete unter anderem von 43 Spenglerlehrlingen in den verschiedenen Klassen sowie über die Neuerungen bei der Gesellenprüfung. Dieses Jahr haben die Gesellen zum Thema Modellbau "Garten" ihre Kreativität unter Beweis gestellt und wunderbare Gesellenstücke präsentiert. "Auch wenn durch die Terminverschiebungen bei dieser Prüfung nur sehr wenige Gesellenanwärter antreten konnten, haben wir auch Dank der großartigen Unterstützung der Firma Alpewa eine schöne Feier abhalten können". Die Rückkehr der Übergabe des Gesellenbriefes anlässlich der Jahreshauptversammlung war ein weiteres Highlight. Entsprechend bedankte sich der Obmann beim Direktor der Landesberufsschule "Tschugmall" in Brixen, Dr. Martin Rederlechner.

Erfreut zeigte sich Obmann Trenkwalder zum Thema abschließend auch über die Entwicklungen in Sachen Berufsmatura. "Wenn es soweit sein wird", so der Obmann, "wird dieses staatlich anerkannte Diplom den Zugang zu europäischen Fachhochschulen ermöglichen".

DACHS-Gruppe

Wichtige Inputs zu den Entwicklungen erhält die kleine Südtiroler Spenglergruppe im Rahmen der 4-Länder-Vereinigung der Spengler "DACHS", die aus den deutschsprachigen Ländern Deutschland, Österreich, Schweiz und Südtirol besteht. In verschiedenen Treffen in Salzburg, Wien und Karlstadt wurde darüber diskutiert, wohin die Reise des Spenglerhandwerks in Europa führt. International vertreten war eine Südtiroler Delegation auch beim Deutschen Spenglertag in Würzburg sowie beim Nordtiroler Spenglertag in Innsbruck und bei der Vollversammlung der Bayrischen Spenglermeister-Vereinigung in Landshut.

"Dobry djen"

Vom Russischen übersetzt "Guten Tag", ist das Sinnbild für die weiterführenden, internationalen Kontakte der Südtiroler Spengler über den deutschen Sprachraum hinaus in Richtung Osten. Dazu stellte der Höhepunkt des vergangenen Jahres ein Besuch des Kollegen Nicolaj Savcenko in Südtirol mit Besichtigung der Berufsschule in Brixen dar (wir berichteten). Zum internationalen Geschehen berichtete auch der Präsident des internationalen Interessenbundes Baumetalle (ibb), Peter Trenkwalder. Die Gründung dieser internationalen Plattform geht auf die Notwendigkeit zurück, mehr Anerkennung der Berufe im Baumetall-Bereich zu erlangen und mögliche Wege zu einer zentralen Rolle des Metallbaus im Dialog zu definieren.

Projekt Regenrinne

Dass Internationalität nicht immer nur mit Geschäft verbunden ist, zeigte im Vergangenen Jahr die erfolgreiche Solidaritätsaktion "Regenrinnne", die viele Kollegen begeisterte und sie dazu animierte, ein gutes Zeichen für Äthiopien zu setzen. Im Rahmen des XXLTreffens in Karlstadt wurde unter anderem der 3. Preis des Innovationswettbewerbs der Fachzeitschrift 'Baumetall' entgegengenommen und anlässlich der Landesmeisterschaft des Handwerks in Bozen, an der auch junge Spengler teilgenommen haben, wurde ein Scheck über 1.500 Euro der Südtiroler Hilfsorganisation "Südtiroler Ärzte für die dritte Welt¿ überreicht. Zurzeit befinden sich zwei Spenglerkollegen in Äthiopien für den freiwilligen Einsatz zur Realisierung einer Wasserleitung. Wir berichten mehr darüber in der nächsten Ausgabe des Handwerkers.

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