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Nachhaltigkeitslabel: Der lvh zeigt wie‘s geht

Der lvh geht mutig voran und hat aus Überzeugung entschieden Nachhaltigkeit konsequent in sein handeln zu integrieren und sich hierfür umfangreich messen zu lassen.

Datum
27.11.2025
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Als Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister in Südtirol hat der lvh sich nicht auf große Reden verlassen. 

Stattdessen hat man sich einem gründlichen, messbaren Nachhaltigkeitsprozess unterzogen – mit einem klaren Ziel: das Nachhaltigkeitslabel Südtirol Level 1 zu erhalten. Und genau das ist nun gelungen. Damit übernimmt der Verband eine sichtbare Vorreiterrolle – nicht nur für sich, sondern für das ganze Handwerk.

Der Prüfprozess: Nicht nur Symbol, sondern Substanz

Im Rahmen der Bewertung wurden 23 Indikatoren analysiert – in den vier Dimensionen Ökologie, Ökonomie, Soziales und Management. Parallel dazu erstellte das Ökoinstitut Südtirol den CO2-Fußabdruck nach dem GHG-Protokoll für den lvh. Gemeinsam ergibt sich ein klares Bild der Ist-Situation. Über diesen Weg ist es für den lvh möglich klare Entwicklungsfelder zu identifizieren.

Nach einer externen Prüfung durch die unabhängige Stelle, der Südtiroler Qualitätskontrolle (SQK) wurde dem Verband das Level 1 verliehen – ein „erster großer Meilenstein“. 

Doch für den lvh bedeutet das nicht: fertig. Sondern: aufbauen. Im nächsten Schritt stehen Verbesserungsziele, mindestens drei Maßnahmen (davon mindestens eine Umweltmaßnahme) sowie zwei Reduktionsmaßnahmen beim CO2-Fußabdruck an, um auf Level 2 aufzusteigen. 

„Nachhaltigkeit ist kein Schlagwort – sie ist ein Weg“, erklärt lvh-Vizepräsident Hannes Mussak.

Für ihn und den Verband bedeutet der Schritt: Vorbild sein. Nicht nur Mitgliedsbetriebe begleiten, sondern selbst die Prinzipien leben.

Warum es gerade jetzt wichtig ist

lvh-Präsident Martin Haller bringt es so auf den Punkt: „Wir vertreten die Interessen kleiner und mittlerer Handwerksbetriebe – und wir müssen zeigen, dass man heute nachhaltig wirtschaften kann und muss.“

Damit ist das Label keine Alibi-Zertifizierung, sondern Teil einer Haltung: Handwerk mit Blick auf die Zukunft, mit Verantwortung für Ressourcen, Mitarbeitende und gesellschaftliche Wirkung.

Das unterstreicht auch lvh-Direktor Walter Pöhl: „Themen wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung sollten nicht als Gefahr, sondern als Chancen wahrgenommen werden.“

Damit spricht er das Dilemma vieler Handwerksbetriebe an: Wie reagiert man auf steigende Anforderungen – ohne das Tagesgeschäft zu überfordern? Der Verband sagt: Mit Begleitung, mit klaren Prozessen und mit Engagement.

IDM Südtirol hat das Nachhaltigkeitslabel Südtirol ursprünglich entwickelt, vertreten durch Präsident Hansi Pichler: „Nachhaltigkeit ist die wichtigste strategische Grundlage für die künftige Entwicklung Südtirols“ und CEO Erwin Hinteregger, der den Prozess so beschreibt: „Der Prozess, wie man das Nachhaltigkeitslabel Südtirol erreichen kann, ist ähnlich wie bei anderen Zertifizierungen. Eine strenge Rechenschaftspflicht soll Greenwashing vorbeugen.“

Damit wird deutlich: Das Label ist kein Selbstzweck – es ist Teil eines Reformprojekts für eine nachhaltige Wirtschaft in Südtirol.

So läuft’s: Das Modell erklärt

Der Weg ist klar und strukturiert:

1. Nachhaltigkeits-Assessment: Der Betrieb – oder im Fall des lvh: der Verband – wird in allen vier Dimensionen der Nachhaltigkeit bewertet. Mindestreifegrade müssen ebenso erreicht und die 23 Kriterien priorisiert werden.

2. Maßnahmenplan: Zu den ausgewählten Prioritäten werden darauf aufbauend konkrete Maßnahmen erarbeitet (mind. 3).

3. Externe Prüfung & Antrag: Die Unterlagen werden eingereicht, eine unabhängige Stelle prüft – anschließend kann das Label vergeben werden. (Für Level 2 kommen CO2-Bilanzierung Scope1-3 und zwei Reduktionsmaßnahmen dazu).

4. Umsetzung & Kreislauf: Label erhalten heißt nicht Pause machen – denn die Maßnahmen müssen umgesetzt und so eine Weiterentwicklung nachweislich ersichtlich sein. Ziel: ständige Verbesserung.

Für Handwerks-KMU heißt das konkret: Auch mit kleinen Mitteln kann man starten. Der lvh zeigt, wie.

Die Vorbild-Funktion

Der lvh zeigt: Nachhaltigkeit ist kein Luxusprojekt für Großkonzerne, sondern machbar für Verbände ebenso wie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit realem Alltag.

„Wir müssen zeigen, dass man heute nachhaltig wirtschaften kann und muss“, sagt lvh-Präsident Haller.

Damit wird der Verband zur Brücke: zwischen Handwerk, Wirtschaft und gesellschaftlicher Verantwortung.

Für jeden Handwerksbetrieb, der bisher dachte „nicht genug Ressourcen“, liefert der lvh ein Beispiel: mit Struktur, Messbarkeit und ehrlichem Anspruch.

Das Label ist dabei nicht Endpunkt, sondern Startpunkt einer kontinuierlichen Reise – auch das macht die Geschichte glaubwürdig.

Der Erhalt des Nachhaltigkeitslabel Südtirol Level 1 durch den lvh ist eine bewusste Haltungserklärung: Handwerk will nicht nur heute funktionieren – sondern sich morgen bewähren. Der lvh hat gezeigt, wie’s gehen kann – und wer möchte, kann folgen.

 

Nachhaltigkeit beginnt mit dem ersten Schritt – machen Sie ihn jetzt.

Die lvh-Abteilung Innovation & Neue Märkte unterstützt Sie dabei: 

innovation@lvh.it

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