Gemeinsam gegen Leerstand: Tiroler Modell inspiriert Regionen im Alpenraum
Neue Impulse für lebendige Ortszentren: Internationaler Austausch zu Leerstandsmanagement und nachhaltigem Sanieren.
Eine hochkarätige Delegation aus Politik, Verwaltung, Architektur, Handwerk und Regionalmanagement aus Tirol, Südtirol, Salzburg und Belluno nahm an dem Treffen am 13. Mai 2026 mit Landeshauptmannstellvertreter Josef Geissler in Innsbruck teil. Ziel des Treffens war es, bewährte Modelle zur Revitalisierung von Leerständen kennenzulernen und Erfahrungen zur nachhaltigen Entwicklung lebendiger Ortszentren auszutauschen.
Im Mittelpunkt standen Tiroler Beispiele zum professionellen Leerstandsmanagement. Vorgestellt wurden unter anderem Initiativen in mehreren Tiroler Bezirken, die im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union 2021–2027 sowie mit Mitteln von EU, Staat und Land gefördert werden. Für den Zeitraum 2025–2027 stehen dafür rund 800.000 Euro zur Verfügung. Leerstandsmanagerinnen und Leerstandsmanager begleiten Gemeinden und Eigentümer neutral bei Sanierungs- und Nachnutzungsprozessen, koordinieren kostenlose Beratungen und vermitteln Fachwissen sowie Fördermöglichkeiten.
Besichtigt wurden unter anderem der 400 Jahre alte Kasperhof in Patsch, welcher behutsam revitalisiert und in zeitgemäßen Lebensraum für drei Familien sowie ein Architekturbüro transformiert – mit Steinmauerwerk, Kalkputz und Kalkfarbe im Wohnhaus sowie einem Vollholz-Lehmbau im Stadel. Ferner Projekte der Gemeinde Mieders, wo historische Gebäude erfolgreich für öffentliche Nutzungen wie Rathaus, Musikschule, Kinderbetreuung und Veranstaltungsräume revitalisiert wurden.
Der Präsident der Plattform Land, Andreas Schatzer, betonte die Bedeutung koordinierter Zusammenarbeit vor Ort: „Leerstandsmanagement und Sanierungen brauchen die Kooperation von Land, Gemeinden, Fachleuten und Betroffenen, was Personen vor Ort koordinieren. Diese Leerstandsmanager/innen werden nun in Tirol dank EU, Staat und Land gefördert...ein Vorbild für weitere Regionen.“
Das EU-kofinanzierte INTERREG Italien-Österreich Projekt SUSMAT fördert den grenzüberschreitenden Austausch zu nachhaltigem Bauen und Sanieren mit ökologischen Materialien und stärkt die Zusammenarbeit zwischen Regionen im Alpenraum. Neben technischen Lösungen stehen dabei auch Baukultur, regionale Identität sowie die Belebung von Ortskernen im Fokus.
Bildeschreibung
- Foto1: Gemeinschaftsfoto der Delegation aus Tirol, Südtirol, Salzburg und Belluno mit Landeshauptmannstellvertreter Josef Geissler in Innsbruck. Quelle: Land Tirol
- Foto2: Der 400 Jahre alte Kasperhof wurde behutsam revitalisiert und vereint Wohnen und Gewerbe mitten im Ortskern von Patsch. Quelle: silbersalz
Quelle & Fotos: Plattform Land
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