Menü close
Wofür interessieren Sie sich?
DE
Home > Öffentliche News > Bildungsomnibus stärkt Durchlässigkeit zwischen Handwerk und Universität
Alle Newsartikel im Überblick

Bildungsomnibus stärkt Durchlässigkeit zwischen Handwerk und Universität

Der lvh.apa lobt den neuen geplanten Studienzugang für Handwerksmeister.

Datum
19.06.2026
Nach unten scrollen

Der Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister lvh.apa begrüßt den vom Südtiroler Landtag genehmigten Bildungsomnibus. Besonders positiv bewertet der Wirtschaftsverband die neuen Bestimmungen, die Handwerksmeistern, Meistern aus gastronomischen Berufen und Handelsfachwirten künftig den fachgebundenen Zugang zu Studiengängen der Freien Universität Bozen ermöglichen. Damit wird ein langjähriges Anliegen des Handwerks aufgegriffen und die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung gestärkt.

Konkret sieht das Gesetz vor, dass Personen mit einem Meisterdiplom zu jenen Studiengängen der Freien Universität Bozen zugelassen werden können, die ihrem beruflichen Fachbereich entsprechen. Der Zugang ist somit auch ohne klassische Matura möglich. Ziel der Neuerung ist es, die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung zu erhöhen, die berufliche Ausbildung aufzuwerten und lebenslanges Lernen zu fördern.

 

„Der Meisterbrief ist weit mehr als ein Berufsabschluss. Er steht für hohe fachliche Kompetenz, unternehmerisches Denken und jahrelange Praxiserfahrung. Dass Meisterinnen und Meister künftig die Möglichkeit erhalten sollen, ihr Wissen an der Universität weiterzuentwickeln, ist ein wichtiges Signal der Wertschätzung für die berufliche Bildung“,

betont lvh-Präsident Martin Haller.

Auch lvh-Direktor Walter Pöhl sieht in der Neuerung einen wichtigen Schritt für den Wirtschaftsstandort Südtirol: „Die Anforderungen an Unternehmerinnen und Unternehmer sowie an Fachkräfte werden immer komplexer. Die Möglichkeit, nach einer Meisterausbildung ein fachnahes Studium aufzunehmen, schafft neue Entwicklungsperspektiven und stärkt die Attraktivität der beruflichen Karrierewege.“

Dass die Meisterausbildung bereits heute eine anspruchsvolle Qualifikation darstellt, unterstreicht auch Horst Pichler als Vorsitzender des Südtiroler Meisterbundes. “Neben fachlichem Know-how werden auch Kompetenzen in Betriebsführung, Mitarbeiterführung und Ausbildung vermittelt. Die nun geschaffene Anschlussmöglichkeit an die Universität ist deshalb eine logische Weiterentwicklung des Bildungssystems,” so Pichler.

In engem Austausch sind der lvh und auch Obermeister Pichler in diesem Zusammenhang mit Bildungslandesrat Philipp Achammer, der sich für die neuen Perspektiven für Handwerksmeister stark gemacht hat. Mit dem Bildungsomnibus werde ein wichtiges Zeichen gesetzt, dass berufliche und akademische Bildung nicht als Gegensätze verstanden werden dürfen, sondern als gleichwertige Bildungswege mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Davon profitieren nicht nur die Absolventinnen und Absolventen, sondern auch die Südtiroler Wirtschaft, die auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen ist.

Im Bild: Neue Perspektiven für Handwerksmeister – ©Shutterstock

Aktueller Artikel
Bildungsomnibus stärkt Durchlässigkeit zwischen Handwerk und Universität
Von den Vorteilen für lvh-Mitglieder profitieren
Noch offene Fragen?

Keine Sorge: Kontaktieren Sie uns einfach.
Wir sind gerne für Sie da!

1
/
1
Headset vor Telefon auf einem Bürorahmen