Der Weg von der Idee zur Hoteleröffnung

Die Zusammenarbeit bei der Planung und Umsetzung von Bauaufträgen ist sowohl dem HGV als auch dem lvh ein sehr wichtiges Anliegen. Aus diesem Grund haben die Verbände gemeinsam zur Informationsveranstaltung „Der Weg von der Idee zur Hoteleröffnung“ eingeladen.

Klaus Schmidt, Klaus Kostner, Thomas Walch, Zoia Reiterer, Martin Haller und Helmut TauberVon der Idee bis hin zur Planung und Umsetzung von Hotelanlagen: Das alles und noch vieles mehr stand vor kurzem im Mittelpunkt des gemeinsamen Infoabends, den der Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) sowie der lvh Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister organisiert haben.
Die Abteilung Unternehmensberatung im HGV stellte bei dieser Gelegenheit den Weg vom Hotelkonzept zur Finanzierung vor. Ein besonderes Augenmerk wurde auf das Baubudget gelegt. Zudem präsentierten die Experten die Herangehensweise des Bereichs Baumanagement von der Erstellung der Gewerke-Budgets über die Ausschreibungen, Vergabe, Bauphase bis hin zu den Abrechnungen.

„Die gute Zusammenarbeit mit dem HGV ist sehr wichtig“, unterstrich lvh-Präsident Martin Haller beim Infoabend. „Besonders bedeutend für die Unternehmen ist die Preisgestaltung und die Zusammenarbeit mit den Technikern.“ HGV-Vizepräsident Thomas Walch stimmte dem zu und ergänzte, dass der HGV unterschiedliche Dienstleistungen für Unternehmer anbiete und er dabei die Zusammenarbeit mit den lokalen Handwerksunternehmen sehr schätze.
Im Rahmen der Veranstaltung vertiefte Klaus Schmidt von der HGV-Unternehmensberatung den Weg von der Idee zur Hoteleröffnung. Dabei ging er genau auf die Aufgaben und Ziele der HGV-Unternehmensberatung ein. „Der HGV unterstützt die Mitglieder von der Vision eines Bauprojektes bis zur Planung. Auch helfen wir beim Erstellen von Finanzierungsplänen und bei den Ansuchen von Krediten.“

Über die Planung und Umsetzung der Bauaufträge sprach Klaus Kostner von der HGV-Unternehmensberatung. Kostner berichtete über die Planung und Umsetzung der Bauaufträge, die Wichtigkeit des Baumanagements sowie die Investitionsschätzungen und Zahlungsziele ein. „Es ist wichtig, dass Bauherren sowie Unternehmen an den Baubesprechungen teilnehmen“, unterstrich Kostner.
Auch der Kompetenzbereich Bau und Installation im lvh hat im Rahmen des Infoabends die Dienstleistungen des Verbandes vorgestellt. „Es werden viele Dienstleistungen für die Abwicklung von Bauaufträgen angeboten“, erklärte Desiree Schmidt vom Kompetenzbereich Bau und Installation. „Unser Angebot reicht von der Beratung, Verfügungstellung von Vorlagen und Verträgen bis hin zur Hilfeleistung für alle Bau und Installationsmeldungen.“

Abschließend gab es noch eine Diskussionsrunde zum Landesrichtpreisverzeichnis. Der Tenor: Angewendet werden sollten die Preise des Landesrichtpreisverzeichnisses, da einheitliche Preise für alle Aufträge zu einer guten Kostenschätzung dazugehören. Diese Positionen sollen in Zusammenarbeit mit dem HGV ausformuliert und angepasst werden.

Tourismus: Wirtschaftsmotor für das Bauhandwerk

Die positive Entwicklung des Südtiroler Tourismus kommt auch dem Bauhandwerk zugute. Dank vielzähliger Neu- und Umbauarbeiten in der heimischen Hotellerie und Gastronomie können Arbeitsplätze im Handwerk und im Dienstleistungsgewerbe gesichert und die lokale Wirtschaft angekurbelt werden.

Entsprechend kann der lvh die Kritik hinsichtlich wachsender Hotelinfrastrukturen nicht nachvollziehen. „Was sie dabei vergessen ist, dass mit vielen Jobs, die im Tourismus geschaffen werden, indirekt weitere Jobs in anderen Branchen entstehen wie im Baugewerbe, der Instandhaltung, dem Handel oder der Landwirtschaft“, betont der Präsident im Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister lvh, Martin Haller.
In konkreten Zahlen gesprochen: Das jährliche Investitionsvolumen in der Südtiroler Gastronomie und Hotellerie liegt zwischen 600 und 700 Millionen Euro. 70 Prozent davon fließen direkt in das Bauhandwerk in Form der Baukosten, 15 Prozent nimmt das Einrichtungsgewerbe ein. „Damit sind es insgesamt 85 Prozent des Investitionsvolumens, die einen Mehrwert für das Handwerk schaffen. Dies wirkt sich wiederum auf die lokale Wertschöpfung, den Erhalt der lokalen Kreisläufe, der Ausbildung von jungen Menschen und der Sicherung von Arbeitsplätzen vor Ort aus. Die positive Entwicklung des Südtiroler Tourismus ist folglich ein bedeutender Wirtschaftsmotor, der viele Bereiche positiv beeinflusst“, sagt Haller.

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