Transport hält die Wirtschaft in Bewegung
Wie steht es um die Zukunft des Warentransports in Südtirol? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Jahresversammlung der Transporteurinnen und Transporteure im lvh.
Die Berufsgemeinschaft der Transporteurinnen und Transporteure im lvh traf sich kürzlich im Safety Park Südtirol in Pfatten, um aktuelle Herausforderungen zu diskutieren – von steigenden Investitionskosten über Verkehrsfragen bis hin zur Ausbildung von Nachwuchskräften.
Der Transportsektor gilt als Rückgrat der regionalen Wirtschaft. Ohne funktionierende Logistik steht die Wertschöpfungskette vieler Betriebe still. Entsprechend groß war das Interesse der Mitglieder an der Jahresversammlung, die neben dem Tätigkeitsbericht auch eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft bot.
Branche unter Druck
„Der Warentransport ist ein zentraler Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts“, betonte Alexander Öhler, Obmann der Transporteurinnen und Transporteure im lvh, zu Beginn der Versammlung. „Unsere Betriebe sorgen täglich dafür, dass Waren zuverlässig ihr Ziel erreichen. Damit das auch in Zukunft möglich bleibt, brauchen wir praktikable Lösungen – bei Infrastruktur, Energiefragen und bei der Planungssicherheit für Investitionen.“
Gerade beim Thema alternative Antriebe sehen viele Unternehmen noch offene Fragen. Elektrische Lkw gelten zwar als Zukunftstechnologie, doch hohe Anschaffungskosten, begrenzte Reichweiten und fehlende Infrastruktur stellen viele Betriebe vor schwierige Entscheidungen.
Dialog mit Politik und Institutionen
Ein zentraler Programmpunkt war die Podiumsdiskussion mit hochrangigen Gästen. Mit dabei waren Daniel Alfreider, Landesrat für Mobilität und Infrastruktur, Stephan Konder, Vizebürgermeister der Stadt Bozen, Hannes Mussak, Vizepräsident des lvh, Florian Morandell, Fachlehrer für Maschinenbau und Logistik an der Schule Max Valier, Espro Felice, Vizedirektor des CNA, Mirko Siviero, Präsident CNA Fita Alto Adige, Marco Barchetti, Sprecher CNA Taxi, Matthias Bernhard, Koordinator des Fachbereichs Transporte in der Abteilung Mobilität des Landes, sowie Christian Carli, Kommandant der Ortspolizei Vinschgau.
Im Mittelpunkt standen konkrete Themen aus dem Arbeitsalltag der Transportbetriebe: internationale Fahrverbote, Baustellenkoordination, Parkplatzsituationen für Lkw – etwa im Raum Bozen – sowie Sicherheitsfragen auf Südtirols Straßen.
Infrastruktur als Standortfrage
Für viele Unternehmer ist klar: Eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur entscheidet über Effizienz und Kosten im Transportgeschäft. Baustellen, fehlende Haltemöglichkeiten oder unklare Zuständigkeiten zwischen Gemeinde- und Landesstraßen erschweren die tägliche Planung.
Auch die Diskussion um neue Verkehrsregelungen – etwa auf der Brennerachse oder bei regionalen Durchfahrtsbeschränkungen – beschäftigt die Branche zunehmend. Gleichzeitig wird der Druck größer, Fahrzeuge auf klimafreundlichere Technologien umzustellen.
Zusammenarbeit als Schlüssel
lvh-Vizepräsident Hannes Mussak unterstrich in seinem Grußwort die strategische Bedeutung der Branche für Südtirols Wirtschaft. „Die Transporteurinnen und Transporteure sorgen dafür, dass unsere Betriebe funktionieren und Märkte erreichbar bleiben. Umso wichtiger ist es, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass Unternehmen investieren und langfristig planen können.“
Die Jahresversammlung machte deutlich: Der Transportsektor befindet sich mitten im Wandel. Technologische Entwicklungen, neue Umweltvorgaben und infrastrukturelle Fragen verändern das Geschäft.
Für die Unternehmen steht jedoch fest: Ohne starke Logistik gibt es keine starke Wirtschaft.
Im Bild (v.l.): Hannes Mussak, Alexander Öhler, Franz Stofner, Kurt Maier, Michael Prenner, Gottfried Steiner, Stephan Konder, Gabriella Gasser, Daniel Alfreider, Christian Carli, Florian Morandell und Thomas Baumgartner – Foto © lvh.apa
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