Gammelfleisch: Lieber auf lokale Anbieter setzen

Ein Fleischwarenskandal hat in Südtirol für große Aufregung gesorgt. Südtirols Metzger sprechen von einem offensichtlichen Betrug der Nahrungsmittelbranche und kritisieren das Vorgehen auf das Schärfste.

Kurt Leggeri, Obmann der Metzger im lvh In Südtirol ist am gestrigen Donnerstag ein Gammelfleischskandal in Mensen bekannt geworden. Eine Firma aus Verona soll Fleischwaren, die kurz vor dem Verfallsdatum standen, zu Niedrigstpreisen angekauft, die Etiketten ausgetauscht und die Ware dann ausgeliefert haben. Der Vorfall schlägt große Wellen und stößt auf reichlich Kritik. Schließlich gelangt die Lieferung der Nahrungsmittel meist doch zum ahnungslosen Endkunden, da die Waren nicht immer von Fachpersonal überprüft werden können.

„Egal ob privat oder öffentlich: Seriöse Angebote dürfen zu keinen derartigen Vorfällen führen“, erklärt Kurt Leggeri, Obmann der Metzger im Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister. Leider passiert es auch in Südtirol immer wieder bei öffentlichen Ausschreibungen, dass die Qualität ein Opfer des Preisangebotes wird. „Man darf sich dann allerdings nicht wundern, dass solche Ereignisse eintreten“, unterstreicht Leggeri. „Die Berufsgemeinschaft der Metzger verurteilt diese Praxis auf das Schärfste, da den Metzgern hierzulande vor allem die Qualität der Produkte sehr wichtig ist.“ Es sei generell wichtig, auf die lokale Produktion zu setzten und weite Transportwege zu verhindern.

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