Neues System der Wirtschaftsförderung

„Nach dem Beitragsstopp vor rund einem Jahr ein wichtiger Schritt zur Unterstützung der heimischen Betriebe", begrüßt der Präsident des Südtiroler Wirtschaftsringes Philipp Moser den Beschluss der Landesregierung über die Zugangskriterien zum Rotationsfond für die Wirtschaftsförderung.

SWR MoserSWR-Präsident Philipp MoserKünftig soll das System der Wirtschaftsförderung auf drei Säulen stehen: Kapitalbeiträge für Beratung, Aus- und Weiterbildung und Internationalisierung, einen Wettbewerb für strategische Investitionen und zinsbegünstigte Darlehen aus dem Rotationsfond, dessen Kriterien heute von der Landesregierung beschlossen worden sind. Betriebe, die eine Investition für bewegliche Güter, die im Zusammenhang mit dem Produktionsprozess stehen oder Arbeiten zur Anpassung von Immobilien zur neuen Nutzung planen, können nun um ein zinsbegünstigtes Darlehen aus dem Rotationsfond ansuchen. Die Beteiligung des Landes beträgt zwischen 50 und 60 Prozent des Darlehens bei einer Investitionshöchstgrenze von 1,2 Mio. Euro für Kleinunternehmen und 2 Mio. Euro für mittlere und große Unternehmen. „Positiv vermerkt wird, dass von weiteren Zugangskriterien abgesehen wird. Dies war eine zentrale Forderung des SWR. Dadurch haben nun alle Betriebe der Sektoren Industrie, Handel, Handwerk und Dienstleistung die Möglichkeit um ein zinsbegünstigtes Darlehen anzusuchen", so der SWR-Präsident.

Dieses System stellt eine Herausforderung dar

„Dieses System der Wirtschaftsförderung stellt für einige Klein- und Mittelbetriebe sicherlich eine Herausforderung dar, da Kapitalbeiträge nur mehr für gezielte Bereiche wie beispielsweise für die Nahversorgung vergeben werden und der Fokus klar beim Rotationsfonds liegt. Gleichzeitig jedoch müssen wir auch bedenken, dass unsere Betriebe von insgesamt rund 125,8 Mio Euro an Steuererleichterungen durch die Herabsenkung des Steuersatzes für die IRAP und für die Gemeindeimmobiliensteuer und die Einführung eines Freibetrages für die IRPEF profitieren", so der SWR-Präsident. Es gelte nun die Annahme der neuen Wirtschaftsförderung von Seiten der Betriebe konstant zu beobachten, so der SWR abschließend.

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