Gemeinderatswahlen: Praxisnahe Politik für alle

Am 10. Mai wird in Südtirol gewählt: Im Handwerk stellen sich 20 Kandidatinnen und Kandidaten der Wahl des Bürgermeisters, 208 Wirtschaftstreibende kandidieren für einen Sitz im Gemeinderat. „Unser Ziel ist es, die Vertretung des Handwerks auf Gemeindeebene weiter zu erhöhen, weil wir überzeugt sind, dass die Mitgestaltung der Handwerker ein Gewinn für die gesamte Bevölkerung ist", sagt der Präsident des Wirtschaftsverbandes für Handwerk und Dienstleister Gert Lanz.

PK GRW_2015Von links: Mathias Piazzi, Sprecher der Arbeitsgruppe Politik im lvh, Gert Lanz, lvh-Präsident, Rudolf Lantschner, scheidendes Gemeinderatsmitglied und Robert Messner, scheidender BürgermeisterUnter dem Leitsatz „Handwerk bestimmt mit" stellen sich insgesamt 228 Handwerkerinnen und Handwerker den Gemeinderatswahlen am 10. Mai. „Trotz befürchteter Politikverdrossenheit hat sich die Anzahl der Kandidatinnen und Kandidaten, die aus dem Handwerk kommen, sogar erhöht. Außerdem hat die vergangene Legislatur eines wieder gezeigt: Handwerker stehen für praxisnahes Denken, für ihre Nähe zu den Menschen und die Erfahrung im Ausgleich unterschiedlicher Interessen. Sie sind entscheidungsfreudig, haben Erfahrung bei der Realisierung von Projekten und im Umgang mit größeren Geldmitteln", sagte lvh-Präsident Gert Lanz im Rahmen der heutigen Pressekonferenz. Erwähnenswert sei auch die soziale Verantwortung der Handwerker, die zum Großteil selbst Protagonisten des Vereinslebens sind und dadurch Werte wie Zusammenhalt, Tradition und Heimat leben. „Handwerker stehen für eine Politik mit Handschlagqualität. Sie haben die gute Entwicklung der gesamten Gemeinde, eine gesunde Wirtschaft und ein gutes soziales Umfeld vor Augen und kommen damit als Kandidaten für alle Bürgerinnen und Bürger in Frage", unterstrich auch der Sprecher der Arbeitsgruppe Politik im lvh, Mathias Piazzi.

Ziel des Handwerks: Vertretung auf Gemeindeebene weiter stärken

Dass die Kandidaten des Handwerks – und hier vor allem jene, die für das Bürgermeisteramt kandidieren – bei breiten Bevölkerungsschichten gut ankommen, zeigt die hohe Zahl der bislang in den Rathäusern vertretenen Handwerker. In der abgelaufenen Legislaturperiode 2010–2015 kamen 16 Bürgermeister und 97 Gemeinderäte aus dem Handwerk, zudem waren 104 als Gemeindereferenten tätig.
Bei den Wahlen am 10. Mai will das Handwerk den Erfolg von vor fünf Jahren wiederholen. „Wir wollen möglichst viele Handwerker in die Gemeindestuben wählen lassen, denn es ist wichtig, dass wir Handwerker uns vor Ort einbringen", gibt lvh-Präsident Lanz das Ziel vor. Schließlich sei es vor allem das Handwerk, das Arbeitsplätze, Nahversorgung und Steuereinnahmen in den Gemeinden sichere und eine wichtige soziale Rolle bei der Ausbildung von Jugendlichen und der Förderung der örtlichen Vereine habe.
Zweiter Grund, der für eine gute Vertretung des Handwerks in den Gemeinden spreche, seien die wachsenden Herausforderungen in den Gemeinden. „Immer mehr Entscheidungen fallen auf Gemeindeebene, dazu kommen Schwierigkeiten bei der Vergabe öffentlicher Arbeiten, der Gemeindebürokratie und den knapper werdenden Finanzmitteln. Wir Handwerker haben als Wirtschaftstreibende jene Kompetenzen und Erfahrung, die es für diese Herausforderungen braucht", sagte Piazzi.
Wie sich Handwerker konkret in der Gemeindepolitik einbringen, erläuterten der scheidende Bürgermeister von Villnöss Robert Messner und das scheidende Gemeinderatsmitglied Rudolf Lantschner aus Karneid. „Handwerker sind es gewohnt, lösungsorientiert zu arbeiten, zuzuhören, Meinung zu bilden und erst dann zu entscheiden. Besonders in Bezug auf effiziente Verwaltungen und im Umgang mit größeren Geldsummen, sind die Erfahrungen der Wirtschaftstreibenden von großem Vorteil", betonte Messner. In dieselbe Kerbe schlug auch Rudolf Lantschner: „Die Handwerker sind in den Gemeinderäten diejenigen mit der größten Praxisnähe. Sie stellen sich tagtäglich den Problemen und Herausforderungen der Bürger. Am wichtigsten ist jedoch - auch in Zukunft - glaubwürdige und ehrliche Politik zu betreiben, Eigeninteressen müssen tabu sein!"

lvh-Ortsgruppen unterstützen 228 Kandidaten

BM KandidatenSechs der zwanzig Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters: Christian Tschurtschenthaler, Horst Pichler, Manfred Huber (hintere Reihe von links), Gustav Mattivi, Martina Lantschner Pisetta und Markus Dejori208 Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich der Wahl für den Gemeinderat, 20 kandidieren für das Amt des Bügermeisters. Hierzu zählen: Markus Dejori (Welschnofen), Rolando Demetz (Wolkenstein), Fritz Egarter (Sexten), Josef Fischnaller (Lüsen), Alois Frank (Glurns), Albert Gögele (Partschins), Manfred Huber (St. Lorenzen), Martina Lantschner Pisetta (Karneid), Alois Lechner (Prad), Gustav Mattivi (Altrei), Angelo Miribung (Wengen), Horst Pichler (Deutschnofen), Harald Stauder (Lana), Gustav Tappeiner (Kastelbell), Kurt Taschler (Gsies), Hartmann Thaler (Laurein), Wilfried Trettl (Eppan), Werner Tschurtschenthaler (Innichen), Philipp Waldthaler (Eppan) und Angelika Wiedmer (Mölten).


 

Die Kandidaten im Überblick

 

Hier finden Sie eine Übersicht der von den lvh-Ortsgruppen gemeldeten Handwerkskandidaten.

Der lvh distanziert sich ausdrücklich von jeglicher parteipolitischer Zuordnung!

Bozen Land

Deutschnofen
Eppan
Jenesien
Kaltern
Karneid
Kastelruth
Leifers
Mölten
Ritten
Terlan
Tiers
Welschnofen

Brixen

Brixen
Lüsen
Vahrn
Vintl

Burggrafenamt

Hafling
Lana
Marling
Meran
Nals
Partschins
Proveis
St. Pankraz
Ulten
Unsere liebe Frau im Walde-St. Felix
Vöran

Gröden

St. Christina
St. Ulrich
Wolkenstein

Klausen

Barbian
Klausen
Lajen
Villnöss

Oberpustertal

Gsies
Innichen
Niederdorf
Prags
Rasen/Antholz
Sexten
Toblach

Obervinschgau

Glurns
Graun
Prad

Unterland

Aldein
Altrei
Auer
Kurtatsch
Margreid
Montan

Unterpustertal

Abtei
Ahrntal
Enneberg
Gais
Kiens
Mühlwald
Percha
Pfalzen
Prettau
Sand in Taufers
St. Lorenzen
St. Martin in Thurn
Wengen

Untervinschgau

Kastelbell
Laas
Schlanders
Schnals

Wipptal

Franzensfeste
Pfitsch
Ratschings
Sterzing

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