Fachkräftesicherung als zentrale Herausforderung

Der Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sind im Umbruch: Während die Zahlen der Arbeitslosen steigen, werden in manchen Branchen die spezialisierten Fachkräfte knapper. Der lvh-Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister plant präventiv einem drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

LAnz portrait rede 200Der steigende globale Wettbewerb, das zunehmende fachliche Know-how und die sich rasant wandelnden Technologien werden auch in Zukunft hohe Anforderungen an die Unternehmen stellen. Umso bedeutender werden fachlich gut ausgebildete Mitarbeiter. Zu diesem Schluss kamen auch die Gesprächsteilnehmer des ersten Südtiroler Bildungstages, den der lvh vor wenigen Wochen organisiert hat. Aufbauend auf diese Ergebnisse will sich der Wirtschaftsverband nun noch stärker für eine hochqualifizierte Berufsausbildung einsetzen. „Vor allem in Kleinbetrieben werden in Zukunft Arbeitskräfte mit neuen beruflichen Qualifikationen und spezifischen Profilen benötigt, dies aber nicht nur in Südtirol, sondern in ganz Europa", erklärt lvh-Präsident Gert Lanz.
Um sich bereits jetzt auf diese neuen Herausforderungen vorzubereiten, gelte es präventiv einen Fachkräftemangel zu verhindern und entsprechende Maßnahmen zu setzen. „Wir brauchen genügend spezialisierte Fachkräfte, die in einem Bildungssystem ausgebildet sind, das sich an der Praxis orientiert, das einen direkten Übergang in den Arbeitsmarkt darstellt und das ganzheitliche Berufsbilder vermittelt, die im Zusammenhang mit den Sozialpartnern entstehen", so Lanz.
Welche Vorzüge und alternativen Arbeitsmöglichkeiten das Handwerk bietet wird der lvh in Zukunft vor allem auch Maturanten, Schulabbrechern oder Quereinsteigern aufzeigen. „Die berufsspezialisierende Lehre und höhere Lehre haben wir bereits in verschiedenen Oberschulen mit großem Erfolg und großem Interesse von Seiten der Oberschüler präsentiert", berichtet Lanz. Gemeinsam mit der Politik und den Sozialpartnern will der lvh außerdem nach weiteren Möglichkeiten suchen, die Ausbildung im Handwerk speziell für junge Menschen noch attraktiver zu gestalten.
Lanz zieht jedoch auch die Unternehmen zur Verantwortung. „Jeder Betrieb ist auch selbst gefordert, Überlegungen anzustellen, wie er seinen Fachkräftebedarf langfristig sichern kann", so der lvh-Präsident.

Im Bild: lvh-Präsident Gert Lanz

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