Ultner Handwerker fordern mehr Druck auf die Politik

Öffentliche Ausschreibungen, widrige Gesetze beim Jugendschutz oder der Förderstopp - zahlreiche Themen erschweren den Alltag der Südtiroler Betriebe. Auch bei der lvh-Ortsversammlung von Ulten standen genau diese Brennpunkte an der Tagesordnung. Als Lösung präsentierte lvh-Präsident Gert Lanz den „Masterplan 2020", der in den nächsten Jahren Schritt für Schritt die lang ersehnten Erleichterungen bringen soll.

Nachdem Vizeortsobmann Martin Lösch, der Ortsobmann Stefan Schwarz vertrat, die Anwesenden begrüßt hatte, berichtete er von den Tätigkeiten der lvh-Ortsgruppe. Im Anschluss gab er einen Ausblick auf das neue Jahr und wünschte den Handwerkern viel Erfolg. Bezirksobmann Mathias Piazzi informierte über die wichtigsten Themen auf Verbandsebene. Dabei sprach er über das neue Vergabegesetz und die Förderpolitik sowie die wichtigsten Termine 2015. „Als Großereignis stehen im August die Worldskills in Brasilien an, bei dem 18 Südtiroler und ein Teilnehmer aus der italienischen Provinz Ferrara teilnehmen werden", teilte Piazzi mit. „Die Vorbereitungen sind bereits in vollem Gange und wir hoffen natürlich auf die eine oder andere Medaille!"

Zusammenhalt ist wichtig

zusammenarbeit 298"Der Zusammenhalt der Wirtschaftstreibenden ist sehr wichtig für unsere Gemeinde", betonte Bürgermeisterin Beatrix Mairhofer. Außerdem rief sie die Handwerker dazu auf, sich ins Landesportal der öffentlichen Ausschreibungen einzutragen. „Leider haben sich immer noch nicht alle Betriebe eingeschrieben. Das heißt, dass sie auch nicht zu den öffentlichen Ausschreibungen eingeladen werden können", bedauerte sie und erklärte, dass darüber hinaus auch der Bürokratieaufwand die Gemeinde immer wieder vor große Probleme stelle. Außerdem gab sie bekannt, dass auf Grund der Umweltgelder noch finanzielle Mittel für Investitionen bereitstehen würden. Wie diese Mittel eingesetzt werden, darüber wird in naher Zukunft noch entschieden.

Ziele nach und nach umsetzen

"Der lvh hat für die nächsten Jahre einen Masterplan ausgearbeitet, in dem alle wichtigen Themen zusammengefasst wurden, die die Betriebe Südtirols beschäftigen und bei denen noch dringender Handlungsbedarf besteht", informierte Gert Lanz, der Präsident des lvh. Die Lehrlingsausbildung, die öffentlichen Ausschreibungen, die Sensibilisierung für neue Technologien und die Imagestärkung des Handwerks sind nur einige der zahlreichen Punkte, die im „Masterplan 2020" festgeschrieben wurden. „Wir wollen damit Erleichterungen für unsere Betriebe erreichen und sind fest entschlossen, die Ziele nach und nach umzusetzen", versicherte Lanz. Die Handwerker sprachen dem Präsidenten ihren Dank für seinen Einsatz aus und begrüßten den Forderungskatalog, da in vielen Bereichen noch großer Nachholbedarf besteht. Konkret nannten die Ultner Handwerker die teils unstimmigen Gesetze beim Jugendschutz und der geringe Stellenwert der Kleinbetriebe. „Es braucht mehr Druck auf die Politik" war das einstimmige Fazit der Versammlung.

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