Ministerialdekret befreit Handwerk von Strafregisterauszug

Nach der massiven und breiten Auflehnung gegen das angekündigte Gesetzt, erhielt der lvh-Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister nun die Nachricht: Das Legislativdekret, das einen Strafregisterauszug für mit Jugendlichen arbeitenden Mitarbeitern vorsieht, wird für die meisten Handwerksberufe aufgehoben.

 

Pardeller vertikal 298„Die Abwendung dieser Bestimmung konnte das einzige Ziel sein. Das Dekret hätte fatale Auswirkung auf die gesamte italienische Wirtschaft gehabt", betont lvh-Direktor Thomas Pardeller. Durch die unklare Formulierung und die großen Interpretationsmöglichkeiten hätten vielen Südtiroler Unternehmen heftige Strafen gedroht. In einem Ministerialrundschreiben wird nun die Anwendung der Strafregisterauszugspflicht neu definiert: Die Regelung gilt nur für jene Personen, die in dauerhaften Kontakt mit Minderjährigen sind wie dies zum Beispiel bei Lehrern, Erziehern usw. der Fall ist. „Der Kontakt zwischen einem Mitarbeiter und einem Lehrling fällt eindeutig nicht in diese Regelung", so Pardeller.
Absurd und unüberlegt sei das Dekret dennoch. Die neue Interpretation sieht nämlich vor, dass Erziehungspersonal vom Gesetz betroffen, ehrenamtliche Mitarbeiter wie zum Beispiel ein Fußballtrainer hingegen davon ausgenommen sind. „Das Gesetz ist immer noch nicht logisch und nachvollziehbar. Die Regierung wird hierzu noch klarere Bestimmungen und Definitionen angehen müssen", unterstreicht der Verbandsdirektor.
Die einzige Berufssparte, für die das Dekret vorab dennoch gültig ist, sind bestimmte Fälle im Bereich des Transportes von Jugendlichen. „Wir werden uns mit den zuständigen politischen Vertretern treffen, um auch hier Kompromisse zu finden", so Pardeller.

Im Bild: lvh-Direktor Thomas Pardeller

 

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