Preiskampf macht Markt und Qualität kaputt

In vielen Handwerksbranchen wird extremes Preisdumping betrieben, das gewinnbringendes Wirtschaften unmöglich macht. So auch unter den Südtiroler Zimmereibetrieben. „Es macht wenig Sinn auf der einen Seite unser Qualitätshandwerk hervorzuheben und auf der anderen Seite die Preise so sehr zu unterbieten, dass die Qualität darunter leidet", erklärt der Obmann der Zimmerer im lvh Richard Nagler.

Nagler-Richard---Obmann-ZimmererRichard NaglerBis zu 28 Prozent unterbieten sich aktuell die Zimmereibetriebe in Südtirol, eine Entwicklung, die vielen Unternehmen dieser Branche große Sorgen bereitet. Durch den ruinösen Preiskampf beginnt nämlich ein extremer Konkurrenzdruck, der unter anderem das Verschwinden von leistungsstarken Anbietern vom Markt zur Folge haben kann. „Durch radikal unterbotene Preise werden sowohl der Markt, die Unternehmen als auch die Qualität ruiniert. Dies wirkt sich dann wiederum negativ auf den Kunden aus, der unzufrieden mit der Qualität ist", betont der Obmann der Zimmerer Richard Nagler. Er wünscht sich eine maximale Preisunterbietung von 10 Prozent, damit die Unternehmen noch gewinnbringend arbeiten können. „Qualität statt Preiskampf sollte die Devise lauten. Nur durch einen fairen Wettbewerb können die Unternehmen auch weiterhin erste Qualität liefern, Arbeits- und Ausbildungsplätze bieten und ihre Dienstleistungen ausbauen", ist Nagler überzeugt.

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