Werkstatt statt Klassenzimmer
Wer einen Beruf wirklich kennenlernen will, muss ihn dort erleben, wo gearbeitet wird. Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Neumarkt tauschten deshalb das Klassenzimmer gegen Werkstatt, Baustelle und Produktionshalle und entdeckten bei Betriebsbesichtigungen die Vielfalt des Südtiroler Handwerks sowie Berufe mit Zukunft.
Gemeinsam mit ihren Lehrpersonen besuchten die Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Neumarkt mehrere Handwerksbetriebe im Südtiroler Unterland und lernten unterschiedliche Berufsfelder aus nächster Nähe kennen. Begleitet wurden die Gruppen vom Koordinator der Junghandwerker/innen im lvh, Elias Priller.
Wie wichtig solche praxisnahen Erfahrungen für die Berufsorientierung sind, betont auch die Landesobfrau der Junghandwerker/innen im lvh, Priska Reichhalter: „Wer Betriebe besucht, erlebt moderne Technologien, spannende Aufgaben und vielfältige Zukunftschancen. Solche Begegnungen helfen den Jugendlichen dabei, die eigenen Interessen zu entdecken und berufliche Perspektiven greifbar zu machen.“
Handwerk mit vielen Gesichtern
Bei der Metallbaufirma Kermin SAS des Cristofori Klaus in Neumarkt erfuhren die Schülerinnen und Schüler, wie aus einzelnen Bauteilen passgenaue Konstruktionen entstehen. Die ELSO electric solutions GmbH in Neumarkt zeigte den Jugendlichen die vielfältigen Einsatzbereiche intelligenter Lösungen in der Elektrotechnik.
Beim Besuch von Pichler Christian in Neumarkt lernten die Schülerinnen und Schüler die Abläufe einer modernen Kfz-Werkstatt kennen und erhielten einen Eindruck davon, wie stark Fahrzeugtechnik heute von elektronischen Systemen geprägt ist. Bei der Dachdecker- und Spenglerfirma P-Dach GmbH in Neumarkt erfuhren die Jugendlichen, welche Arbeiten an Dächern und Gebäudehüllen anfallen und welche Bedeutung Präzision, Teamarbeit und Verantwortungsbewusstsein auf Baustellen haben.
Wie moderne Heizungs- und Sanitäranlagen geplant, installiert und gewartet werden, zeigte die Sanitär- und Heizungsfirma Rizzolli M. OHG d. Rizzolli Georg & Co. in Kalditsch/Montan. Bei der Tischlerei Fine Line OHG des Lotti Giorgio und Simon in Tramin konnten die Jugendlichen hingegen beobachten, wie aus dem Werkstoff Holz mit Unterstützung moderner Fertigungstechniken individuelle Einrichtungslösungen entstehen.
Berufsorientierung trifft Fachkräftesicherung
Die Betriebsbesuche verdeutlichten eindrucksvoll, welche Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten das Handwerk jungen Menschen bietet. Die beteiligten Unternehmen leisteten mit ihrem Engagement einen wichtigen Beitrag zur Berufsorientierung. Durch die Einblicke in verschiedenste Gewerke erhielten die Jugendlichen die Möglichkeit, Handwerksberufe so kennenzulernen, wie sie tagtäglich gelebt werden.
Im Bild: Die Jugendlichen während der Betriebsbesichtigung von Pichler Christian in Neumarkt – © lvh.apa
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