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Tiefbauunternehmer: Preisanstiege als größte Herausforderung

06.04.2022 |

In der Festung Franzensfeste hielten die Tiefbauunternehmer im lvh ihre diesjährige Jahresversammlung ab. Der Sektor blickt auf eine gute Auftragslage, kämpft allerdings mit hohen Rohstoff- und Treibstoffpreisen.

Michael Hofer, Obmann der Tiefbauunternehmer im lvh, begrüßte rund 60 Betriebsinhaber, welche sich in der Festung in Franzensfeste zu ihrer Jahresversammlung eingefunden hatten. „Es freut mich sehr, euch alle wieder persönlich begrüßen zu dürfen. Aktuell gibt es einige Herausforderungen und Themen, denen wir uns stellen müssen und wollen“, erklärte Hofer. Dazu zählen in erster Linie die Preissteigerungen für Roh- und Treibstoffe. Die Tiefbauunternehmer beklagen den Preisanstieg beim Dieseleinkauf, da es jene Unternehmen mit großen Maschinen besonders hart trifft. Besonders wichtig ist dabei die zeitnahe Aktualisierung des Richtpreisverzeichnisses und die Überarbeitung von Verträgen mit privaten Kunden.

Hofer berichtete, dass derzeit die Vorschläge für das Richtpreisverzeichnis 2023 für die Tiefbauarbeiten ausgearbeitet werden. Der Obmann sprach sich in diesem Zusammenhang für die Zusammenlegung der Richtpreisverzeichnisse Hochbau und Tiefbau aus ebenso wie für eine Neustrukturierung derselben. Thematisiert wurde auch das Preisrevisions- und Ausgleichsrecht 2021 und die Nachwuchsgewinnung „Unsere Berufsgemeinschaft arbeitet eng mit der Berufsschule Schlanders zusammen, um den Einbau von Kursen und Spezialisierungsausbildungen in der 4. Klasse unterzubringen. Dadurch soll die Ausbildung attraktiv gestaltet werden. Wir möchten vermehrt junge Menschen für unseren Beruf begeistern, dazu arbeiten wir mit dem Baukollegium im Rahmen des Programms Master of Machine zusammen“, so Hofer. Eine Sensibilisierungskampagne im Sinne der Nachhaltigkeit sei im Bereich Schottergruben und Bauschuttrecycling geplant.

„Die Bauwirtschaft steht aktuell vor vielen Herausforderungen, die nicht nur die Unternehmen selbst, sondern auch die Politik fordert“, bekräftigte der lvh-Baugruppenobmann Markus Bernard. Gemeinsam mit dem Verband werde man sich auf lokaler und nationaler Ebene für angepasste Rahmenbedingungen einsetzen. Den Abschluss der Versammlung bildete die Besichtigung der Baustelle Eisackunterführung, welche ausschließlich für die Tiefbauunternehmer organisierte wurde. Dabei erhielten die Unternehmen detaillierte Informationen, vor allem in Hinblick auf das Materialrecycling. Bei einem gemeinsamen Essen ließen die Tiefbauer die Versammlung ausklingen.

Bild 1: Südtirols Tiefbauunternehmer bei der Besichtigung der Bausteelle Eisackunterführung
Bild 2: Michael Hofer, Obmann der Tiefbauunternehmer im lvh

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