lvh zu Besuch im Berufsbildungszentrum „Emma Hellenstainer“
Wie zukunftsorientierte Ausbildung im Handwerk heute aussieht, davon machte sich eine Delegation des lvh Wirtschaftsverbandes im Rahmen der Initiative „Treffpunkt Schule“ ein eigenes Bild.
Ziel des Besuchs war das Berufsbildungszentrum „Emma Hellenstainer“ in Brixen. lvh-Direktor Walter Pöhl sowie die Führungskräfte und Mitarbeitenden Ester Demetz, Andreas Mair, Ramona Pranter, Zoia Reiterer und Tanja Enderle nutzten einen persönlichen Rundgang, um Einblicke in den Schulalltag und die Ausbildungsstrukturen zu gewinnen.
Benjamin Flora, Direktor des Berufsbildungszentrums, führte die Gruppe durch Werkstätten und Labore und stellte die breite inhaltliche Ausrichtung der Schule vor. Rund 750 Jugendliche absolvieren hier ihre Vollzeitausbildung oder Lehre, begleitet von etwa 90 Lehrpersonen. Das Ausbildungsangebot orientiert sich konsequent an den Bedürfnissen der Südtiroler Wirtschaft – mit stark nachgefragten Berufsprofilen aus Gastronomie und Lebensmittelhandwerk, darunter Köchinnen und Köche, Restaurantfachkräfte, Bäcker/innen, Metzger/innen sowie Konditorinnen und Konditoren. „Wir verstehen uns als Motor für die handwerkliche Nachwuchssicherung. Unser Ziel ist es, jungen Menschen eine fundierte Berufsausbildung mitzugeben und dadurch hervorragende Fachkräfte zu qualifizieren“, betonte Direktor Flora.
Im Mittelpunkt des Austauschs zwischen Flora und lvh-Direktor Walter Pöhl stand die Frage, wie die Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft weiter vertieft werden kann – insbesondere mit Blick auf die drei lvh-Berufsgemeinschaften der Metzger/innen, Bäcker/innen und Konditorinnen und Konditoren. Beide Seiten waren sich einig: Nur durch eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis lässt sich die Fachkräftebasis nachhaltig sichern.
Großes Interesse weckte zudem das schulische Lernmodell LiE – Lernen in Eigenverantwortung, das Flora gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Elisabeth Stürz vorstellte. Ziel des Modells ist es, Jugendliche stärker in die Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess einzubinden und damit zentrale Schlüsselqualifikationen zu fördern. Schülerinnen und Schüler sollen dort abgeholt werden, wo sie stehen, und gleichzeitig den Blick für übergeordnete Zusammenhänge entwickeln.
Begleitet wurde der Besuch von weiteren Vertreterinnen und Vertretern des Berufsbildungszentrums Hellenstainer: Sabine Kerschbaumer, Leiterin des Sekretariats, Joachim Zössmayr, Mitglied des Leitungsteams, Peter Amrain, zuständig für Bauerhaltung und Arbeitssicherheit, sowie Christian Passler, Fachgruppenleiter Nahrungsmittel. Sie standen der Delegation für Fragen zur Organisation, Infrastruktur und fachlichen Ausrichtung der Ausbildung zur Verfügung.
Der Austausch zwischen der Schule und dem lvh wurde von allen Beteiligten als besonders wertvoll hervorgehoben. Beide Seiten bekräftigten, den Dialog weiter zu intensivieren und damit einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Südtiroler Handwerks zu leisten. „Dieser Austausch ist für uns mehr als ein Vernetzungstreffen – er ist eine Investition in die Zukunft unserer Betriebe und unserer Jugendlichen“, so Pöhl abschließend.
Im Bild: (von links vorne) Christian Passler, Elisabeth Stürz, Benjamin Flora, Walter Pöhl, Andreas Mair, (von links hinten) Peter Amrain, Sabine Kerschbaumer, Ester Demetz, Joachim Zössmayr, Zoia Reiterer und Ramona Pranter – Foto ©lvh.apa
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