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Mehr Praxis vor dem Berufseinstieg

Was im Berufsalltag wirklich zählt, zeigt sich am besten in der Praxis. Doch wie können mehr Schülerinnen und Schüler der Schönheitspflege für freiwillige Praktika gewonnen werden?

Datum
07.09.2026
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Genau diese Frage stand im Mittelpunkt eines Austauschs zwischen dem Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister (lvh.apa) mit Vertretern der deutschen Bildungspolitik und der deutschsprachigen Berufsbildung des Landes. Diskutiert wurden neue Ansätze, um freiwillige Praktika attraktiver zu machen und Schule und Arbeitswelt noch enger miteinander zu verbinden.
Am Gespräch nahmen Philipp Achammer, Landesrat für Deutsche Bildung, und Peter Prieth, Landesdirektor der deutschsprachigen Berufsbildung, teil. Seitens des lvh waren Direktor Walter Pöhl, Verena Gufler, Obfrau der Schönheitspfleger/innen, sowie Sylvia Federer, Vizeobfrau der Schönheitspfleger/innen, vertreten.

Praktika attraktiver machen
Die Möglichkeit, bereits während der Ausbildung Erfahrungen in einem Betrieb zu sammeln, besteht: Schülerinnen und Schüler der Fachschulen für Schönheitspflege können freiwillige Praktika absolvieren. Aus Sicht der Berufsgruppe braucht es jedoch zusätzliche Anreize, damit sich mehr Jugendliche bewusst dafür entscheiden.
Auch die Unternehmen leisten dabei einen wichtigen Beitrag. Sie stellen Praktikumsplätze zur Verfügung, investieren Zeit in die Betreuung und zahlen den Schülerinnen und Schülern eine Praktikumsvergütung.

„Wir möchten die Schülerinnen und Schüler motivieren, die Chance eines Praktikums zu nutzen. Im Betrieb erleben sie unmittelbar, was im Berufsalltag gefragt ist, und können das Gelernte anwenden. Diese Erfahrung ist für den späteren Berufseinstieg besonders wertvoll“, betont Verena Gufler, Obfrau der Schönheitspfleger/innen im lvh.

Erfahrungen aus der Praxis nutzen
Ein weiterer Schwerpunkt des Treffens war die Frage, wie der Austausch zwischen Fachschulen und Unternehmen verbessert werden kann. Ein strukturiertes Feedback nach dem Praktikum könnte den Schulen zeigen, wo die Schülerinnen und Schüler bereits gut vorbereitet sind, wo noch Entwicklungspotenzial besteht und welche Kompetenzen im Berufsalltag besonders gefragt sind.
So könnten Erfahrungen aus der Arbeitswelt stärker in die Ausbildung zurückfließen. Gleichzeitig können die Unternehmen ihre Erfahrungen und Anforderungen einbringen und so zur Weiterentwicklung der Ausbildung beitragen.

Beim Treffen wurden verschiedene Ideen diskutiert, wie freiwillige Praktika attraktiver gestaltet und der Austausch zwischen Schulen und Unternehmen gestärkt werden kann. Das Ziel: eine Ausbildung, die schulisches Wissen und betriebliche Erfahrung noch enger miteinander verbindet.

 

Im Bild (v.l.): Peter Prieth, Walter Pöhl, Verena Gufler, Sylvia Federer und Philipp Achammer – © lvh.apa

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