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Holz als Schlüssel zur Bauwende

Der Holzbau gewinnt zunehmend an Bedeutung als nachhaltige, ressourcenschonende und zukunftsfähige Bauweise. Beim Holzbaukongress 2026 im Forum Brixen stand der Baustoff Holz im Zentrum fachlicher Diskussionen, praxisnaher Vorträge und strategischer Überlegungen für die Bauwirtschaft von morgen.

Datum
24.04.2026
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Rund 200 Unternehmer/innen aus der Holzbranche, Architekt/innen und Ingenieur/innen trafen sich beim Holzbaukongress 2026, organisiert von der Berufsgemeinschaft der Holzbaumeister/innen und Zimmerer/innen im lvh.apa in Zusammenarbeit mit der Kammer der Architekten Bozen sowie der Ingenieurkammer der Provinz Bozen. Im Mittelpunkt des Kongresses standen die vielfältigen Vorteile des Bauens mit Holz: Als nachwachsender Rohstoff überzeugt Holz durch seine hervorragende CO₂-Bilanz, seine hohe Tragfähigkeit sowie seine vielseitigen Einsatzmöglichkeiten im privaten und öffentlichen Bau. Gleichzeitig leistet der Holzbau einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz und zur regionalen Wertschöpfung.

„Holz ist nicht nur ein traditioneller Baustoff, sondern vor allem ein innovativer Werkstoff mit enormem Zukunftspotenzial. Es liegt an uns, diese Chancen konsequent zu nutzen und weiterzuentwickeln“, betonte Richard Nagler, Obmann der Berufsgemeinschaft der Holzbaumeister/innen und Zimmerer/innen.

Starke Stimmen für den Holzbau

Walter Pöhl, Direktor des lvh.apa, unterstrich die wirtschaftliche Dimension: „Nachhaltige Bauweisen sind zentrale Wachstumstreiber für unsere Betriebe. Durch gezielte Förderung und Vernetzung können wir die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken.“

 

Auch Roland Ploner, Vizeobmann der Baugruppe im lvh.apa, hob die Bedeutung der Zusammenarbeit hervor: „Nur durch das Zusammenspiel von Planung, Handwerk und Industrie gelingt es, die Holzbauweise zu etablieren.“

 

Architekt Georg Fliri, Vorstandsmitglied der arch.academy, ergänzte: „Holz eröffnet neue architektonische Möglichkeiten – von ästhetischen Lösungen bis hin zu funktionalen und nachhaltigen Gebäudekonzepten.“

 

Ingenieur Roland Rossi von der Ingenieurkammer Bozen verwies auf die technische Entwicklung: „Die Innovationskraft im Holzbau ist enorm. Moderne Konstruktionen zeigen, dass Holz auch höchsten statischen und sicherheitstechnischen Anforderungen gerecht wird.“

 

Dipl.-Ing. Michael Stauder, Vertreter von ProRamus, betonte abschließend: „Die Zukunft des nachhaltigen Bauens ist ohne Holz kaum denkbar. Es gilt, die gesamte Wertschöpfungskette weiter zu stärken und Wissen gezielt zu vermitteln.“

 

Fachvorträge mit Praxisbezug

Im Rahmen des Kongresses referierten renommierte Experten aus der Branche über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen im Holzbau. Dipl.-Ing. Andreas Burgherr gab Einblicke in moderne Holzbauweisen und zeigte innovative Ansätze in Planung und Umsetzung auf. Dipl.-Ing. Florian Oberhauser widmete sich den Anforderungen an Holzfassaden und beleuchtete sowohl statische Aspekte als auch praktische Erfahrungen aus der Umsetzung.

 

Ein besonderer Fokus lag auf dem Beitrag des Holzbaus zum Klimaschutz: Dipl.-Ing. Architekt Holger König analysierte die CO₂-Bilanz von Holzgebäuden sowie deren Dauerhaftigkeit und unterstrich die ökologische Relevanz des Baustoffs.

Mit Blick auf die Planungspraxis erläuterte Dipl.-Ing. Dr. Jörg Koppelhuber die Chancen und Herausforderungen im Holzbau und zeigte auf, worauf es in der Projektierung besonders ankommt. Ergänzend präsentierte Zentralpräsident Hansjörg Steiner anhand konkreter Beispiele den Einsatz von Holz als Baustoff im öffentlichen Sektor und verdeutlichte dessen Potenziale für zukunftsorientierte Bauprojekte.

 

Holzbau als Zukunftsstrategie

Der Holzbaukongress 2026 verdeutlichte eindrucksvoll: Holz ist weit mehr als ein traditioneller Baustoff – es ist ein zentraler Baustein für die Bauwende. Sowohl im privaten Wohnbau als auch im öffentlichen Bereich bietet die Holzbauweise nachhaltige, wirtschaftliche und innovative Lösungen.

Mit der verstärkten Förderung des Holzbaus, gezielten Investitionen in Know-how sowie einer engen Zusammenarbeit aller Akteure kann der Rohstoff Holz seine Rolle als tragende Säule der Bauwirtschaft weiter ausbauen.

 

Im Bild: Die Akteure des diesjährigen Holzbaukongresses (v.l.n.r.) 1 Reihe Holger König, Barbara Weissnegger, Richard Nagler, Matthias Piazzi, Konrad Blaas , Zoia Reiterer, Florian Oberhauser, Roland Rossi, (2.Reihe v.l.n.r.) Helene Thaler, Jörg Koppelhuber, Hansjörg Steiner, Georg Fliri , Thomas Reiterer, Michael Stauder, Roland Ploner, Walter Pöhl, Andreas Burgherr, Mike Marseiler, Peter Brugger - Foto ©lvh.apa

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