Ausbildung kennt keine Grenzen
Zwei Wochen in einem anderen Land, neue Betriebe und ungewohnte Abläufe: Sieben Kaminkehrer-Auszubildende aus Bayern sammeln derzeit im Rahmen von Erasmus+ praktische Erfahrungen in Südtirol. Der Auftakt führte die Jugendlichen allerdings nicht sofort in die Betriebe, sondern zunächst an den Frühstückstisch.
Weißwürste, Brezen und viele neugierige Fragen: Bevor die sieben Kaminkehrer-Auszubildenden ihre Praktikumsbetriebe besuchen, stand beim lvh zunächst das gegenseitige Kennenlernen im Mittelpunkt.
Nach einem Arbeitssicherheitskurs und der Einschulung beim lvh lud die Berufsgemeinschaft der Kaminkehrer/innen die Jugendlichen zu einem traditionellen Weißwurst-Frühstück ein. In ungezwungener Atmosphäre konnten sie erste Kontakte knüpfen, sich austauschen und mehr über die bevorstehenden Wochen erfahren.
Begrüßt wurden die Teilnehmer von Obmann Christian Resch und lvh-Vizepräsident Hannes Mussak, die die angehenden Kaminkehrer in Südtirol willkommen hießen.
Lernen im Arbeitsalltag
Der Aufenthalt ist Teil des europäischen Förderprogramms Erasmus+. Während der kommenden zwei Wochen arbeiten die Jugendlichen in mehreren Südtiroler Kaminkehrerbetrieben mit und erleben den Berufsalltag aus einer neuen Perspektive.
Sie begleiten erfahrene Kaminkehrer bei ihrer täglichen Arbeit und erleben aus erster Hand, wie Betriebe organisiert sind und welche Arbeitsweisen sich in der Praxis bewähren. Für viele der Teilnehmer ist es die erste längere berufliche Erfahrung außerhalb ihres gewohnten Ausbildungsumfelds.
Gleichzeitig erhalten sie Einblicke in die Organisation des Kaminkehrerhandwerks in Südtirol und tauschen sich mit Berufskollegen aus einem anderen betrieblichen Umfeld aus.
„Wer in andere Betriebe hineinschaut, nimmt neue Ideen und Arbeitsweisen mit nach Hause. Genau das macht diesen Austausch so wertvoll“, unterstich Christian Resch.
Was die Jugendlichen mit nach Hause nehmen
In den kommenden Tagen werden die Jugendlichen in mehreren Südtiroler Mitgliedsbetrieben mitarbeiten und den Arbeitsalltag vor Ort kennenlernen. Dabei sammeln sie praktische Erfahrungen, gewinnen Einblicke in andere betriebliche Abläufe und erweitern ihren Blick auf das Kaminkehrerhandwerk.
Nach zwei Wochen geht es zurück nach Bayern. Im Gepäck haben die Jugendlichen dann nicht nur neue Eindrücke, sondern auch Ideen und Erfahrungen, die sie in ihre Ausbildungsbetriebe mitnehmen und dort weitertragen werden.
Im Bild: Die Kaminkehrer-Auszubildenden, mit Hannes Mussak (1.v.l.) und Christian Resch (4.v.r.) – © lvh.apa
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