Regionale Wirtschaftskreisläufe stärken

Mit Wohnbaulandesrätin Waltraud Deeg hat lvh-Präsident Martin Haller kürzlich über Qualitätsstandards bei öffentlichen Ausschreibungen und eine engere Zusammenarbeit gesprochen.

(von links): Othmar Neulichedl (WOBI-Direktor technisches Amt West), Heiner Schweigkofler (Präsident WOBI), Landesrätin Waltraud Deeg, Martin Haller (lvh-Präsident) und Walter Pöhl (lvh-Vizedirektor)(von links): Othmar Neulichedl (WOBI-Direktor technisches Amt West), Heiner Schweigkofler (Präsident WOBI), Landesrätin Waltraud Deeg, Martin Haller (lvh-Präsident) und Walter Pöhl (lvh-Vizedirektor)Es waren zahlreiche Themen, die Verbandspräsident Haller zur Aussprache mitgebracht hatte. Ein großes Anliegen sind dem lvh nach wie vor die öffentlichen Ausschreibungen. „Nachdem die Ausbildung und das Lohnniveau im Handwerk in Südtirol höher sind, unterscheiden sich die Angebote von den Nachbarregionen. Es kommt zu Wettbewerbsverzerrungen, da hierzulande eine höhere Qualität garantiert wird und eben höhere Löhne ausbezahlt werden. Entsprechend sollte bei der öffentlichen Auftragsvergabe vermehrt auf Qualität gesetzt werden“, betonte Haller. Verbesserungsbedarf bestehe bei den Ausschreibungen des Wohnbauinstitutes (WOBI). „Im Sinne der Stärkung der lokalen Wirtschaftskreisläufe ist es wichtig, die Südtiroler Kleinbetriebe zum Zuge kommen zu lassen und die Wertschöpfung im Land zu behalten. Südtirol hat exzellente Betriebe, die zahlreiche Arbeits- und Ausbildungsplätze generieren“, unterstrich Haller.

Die Unterstützung der lokalen Wirtschaft sei seit jeher ein wichtiges Anliegen der Südtiroler Landesregierung, betonte auch Landesrätin Waltraud Deeg. „Die vielfach familiengeführten Kleinbetriebe sind starke Partner, auf die man sich verlassen kann. Auf dieses Netzwerk können wir stolz sein“, sagt Deeg.

Eine noch engere Zusammenarbeit strebt der lvh mit dem Land hinsichtlich der Instandhaltungsarbeiten an. Hierzu fiel der Vorschlag, eine Rahmenausschreibung zu machen und damit verstärkt die Südtiroler Betriebe einzubinden. In diesem Zusammenhang stellte lvh-Direktor Walter Pöhl das Konsortium ARO vor: „Als Netzwerk mit 110 Mitgliedern ermöglicht das Konsortium die effiziente Abwicklung von Wartungs- und Instandhaltungsaufträgen mit den dazu anfallenden Arbeiten. Der Service wird flächendeckend für ganz Südtirol und über alle Gewerke angeboten.“

Bitte einloggen, um diesen Artikel kommentieren zu können.

Diese Webseite verwendet eigene technische Cookies und Cookies Dritter, damit Sie effizient navigieren und die Funktionen der Webseite einwandfrei nutzen können.