Förderungen von Staat und Land künftig kombinierbar

Wirtschaftsbeiträge vom Staat und Land sind in verschiedenen Bereichen künftig vereinbar. Ausgenommen sind dabei Landesbeiträge im Bereich Energieeinsparung und erneuerbare Energiequellen. „Wir müssen unseren Kleinst- und Kleinbetrieben sinnvolle Förderinstrumente zur Verfügung stellen, damit Wirtschaften für sie weiterhin möglich und rentabel ist", fordert lvh-Präsident Gert Lanz.

Gert Lanz 03 2Gert Lanz, lvh-Präsident„Jede Maßnahme, die dazu beiträgt, die Wirtschaft anzukurbeln und zu stärken, kann von unserer Seite nur gutgeheißen werden", betont Gert Lanz, Präsident im Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister (lvh). Die Wirtschaft wieder in Schwung bringen und dadurch nicht nur dem Staat, sondern auch der Bevölkerung neue Perspektiven und einen Aufschwung zu ermöglichen, ist auch das erklärte Ziel der italienischen Regierung: In den vergangenen zwei Jahren wurden zahlreiche Gesetzesdekrete erlassen, die Steuervergünstigungen und Förderungen für Unternehmen vorsehen.

"Kapitalbeitrag für Investitionen wieder einführen!"

Die Südtiroler Landesregierung hat nun festgelegt, welche staatlichen Förderungen mit jenen des Landes kombinierbar sind. Die Vereinbarkeit gilt für alle Anträge, die mit dem Datum des entsprechenden Beschlusses in den Landesabteilungen Wirtschaft, Innovation, Forschung und Universität eingereicht wurden. Nicht vereinbar sind hingegen Landesbeiträge im Bereich der Energieeinsparung und erneuerbaren Energiequellen. „Für größere Investitionen eignet sich der Rotationsfonds und die Sabatini-Förderung durchaus", erklärt Lanz. „Die Realität in Südtirol ist allerdings eine andere: Unsere Betriebe sind Kleinst- und Kleinbetriebe, deren Investitionen meist unter 50.000 Euro liegen. Das effizienteste Förderinstrument für sie wäre der Kapitalbeitrag für Investitionen bis zu einer Summe von 50.000 Euro. Deshalb sind wir nach wie vor der Meinung, dass diese Fördermaßnahme wieder eingeführt werden sollte."

"Ansprüche geltend machen"

Als effizientes Fördermittel hat sich auch der Steuerbonus für die energetische Sanierung von Gebäuden in den vergangenen Jahren bewährt. Der lvh fordert eine Beibehaltung desselben im neuen Finanzgesetz. „Mit der klaren Festlegung, welche Landes- und Staatsbeiträge vereinbar sind, wurde ein wichtiger Schritt getan, damit unsere Betriebe ihre Ansprüche in einem klar geregelten rechtlichen Rahmen geltend machen können", betont Lanz.

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