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Handwerk verbindet Welten – Warum Shanghai näher ist, als man denkt

Shanghai liegt 8.500 Kilometer von Südtirol entfernt. Und doch beginnt diese Reise im Haus des Handwerks in Bozen.

Datum
25.02.2026
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Beim WorldSkills-Aperitif 2026 wurde deutlich: Internationale Wettbewerbe entstehen nicht erst auf der großen Bühne, sondern im Austausch, in der Abstimmung – und im gemeinsamen Verständnis dafür, warum man überhaupt antritt.

Acht Handwerksberufe aus Südtirol werden im September 2026 bei der 48. Ausgabe der WorldSkills in Shanghai antreten. 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus über 70 Ländern, 64 Berufe, sechs Wettbewerbstage – organisiert werden die WorldSkills von der Handelskammer Bozen, die seit Jahren die Teilnahme Südtirols strukturell trägt und koordiniert. 

Doch der Wettbewerb beginnt lange vor dem ersten Handgriff. „WorldSkills ist keine Reise. Es ist ein Bekenntnis zur Qualität unseres Handwerks“, betonte lvh-Präsident Martin Haller in seinen Grußworten. „Wenn unsere jungen Fachkräfte international antreten, zeigen sie, dass Südtirol nicht nur mithält – sondern Maßstäbe setzt.“ Die Ausrichtung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Handelskammer Bozen, die als offizieller Organisator von WorldSkills Italy – South Tyrol die strukturelle Basis stellt. 

 Team Südtirol

Floristinnen und Floristen, Friseurinnen und Friseure, Kfz-Mechatroniker/innen, Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechniker/innen, Maler/innen und Lackierer/innen, Maurer/innen und Baumeister/innen, Mediendesigner/innen sowie Tischler/innen – acht Berufe, ein gemeinsames Ziel. 

aller (links hinten) und Priska Reichhalter (rechts) – Foto © lvh.apa

„Diese jungen Menschen stehen nicht nur für ihren Beruf, sondern für eine Generation, die Handwerk neu definiert“, sagte Priska Reichhalter, Landesobfrau der Junghandwerker/innen im lvh.

„Sie zeigen, dass Leidenschaft und Professionalität zusammengehören.“

Im zweiten Teil des Abends wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam mit ihren Expertinnen und Experten vorgestellt. Es ging um Rückblicke auf vergangene Berufswettbewerbe, um Medaillenspiegel und um die 30-jährige Geschichte der WorldSkills-Beteiligung Südtirols. 

WorldSkills ist Tradition – und Zukunft zugleich.

Organisation ist Haltung

lvh-Direktor Walter Pöhl, brachte es auf den Punkt: „Internationale Wettbewerbe zeigen, wie leistungsfähig unser duales Ausbildungssystem ist. Aber sie zeigen auch, wie wichtig Netzwerke sind – zwischen Unternehmen, Verband und Institutionen. Besonderer Dank gilt hier den Ausbildungsbetrieben, welche die Teilnahme überhaupt erst ermöglichen“. Der lvh versteht sich dabei als Lead und Partner der Handwerksberufe. Obleute, Berufsgruppenbetreuer/innen, Projektmanagement – viele Hände tragen dieses Projekt. Denn Shanghai ist kein Einzelprojekt. Es ist Teamarbeit.

Warum das alles zählt

WorldSkills ist kein Marketingevent. Es ist ein Leistungsnachweis.

Wer in Shanghai antritt, misst sich mit den Besten der Welt – unter standardisierten Bedingungen, mit präzisen Bewertungskriterien und maximalem Druck. Gleichzeitig ist der Wettbewerb eine Bühne für Berufsbildung, Innovationskraft und handwerkliche Exzellenz.

Und genau darin liegt die eigentliche Bedeutung des Aperitifs: Er zeigt, dass Handwerk international denkt. Dass Südtirol nicht am Rand steht, sondern mitgestaltet.

Martin Haller formulierte es am Ende klar: „Handwerk verbindet Welten – aber nur, wenn wir bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Für Qualität. Für Ausbildung. Und für die nächste Generation.“

Shanghai ist weit. Aber der Weg dorthin ist präzise geplant und er beginnt im Handwerk.

Im Bild: Die Teilnehmer/innen der WorldSkills 2026 Shanghai mit Walter Pöhl (links), Martin H

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