Effizienz und Energieeinsparung in der Druckluft

In großen Unternehmen kann die Verwendung von Druckluft bis zu 40 Prozent des elektrischen Energieeinsatzes betragen. Laut einer Studie des Fraunhofer-Institutes wird das Sparpotential in der EU auf über 30 Prozent geschätzt. Auch viele Südtiroler Handwerksbetriebe könnten durch Optimierungen in der Druckluftproduktion den Energieeinsatz und in Folge die Kosten bis zu 50 Prozent reduzieren.

Foto DL-Anlage 800Eingebaute Druckluftanlage„Der Einsatz moderner Druckluftanlagen erhöht das Energieeinsparungspotential in Betrieben beträchtlich", erklärte Dietmar Bamhakl, Inhaber der Firma EL-COM, der im Rahmen einer lvh-Informationsreihe über Energieeffizienz in der Druckluftproduktion bzw. über die Verwendung von Druckluft referierte. „Druckluft hat einen äußerst bescheidenen Wirkungsgrad sprich lediglich 5 Prozent der eingesetzten Primärenergie. Leider wird dieser häufig durch falsche Steuerungskonzepte und nicht dem Bedarf entsprechende Kompressoren weiter vreduziert, sodass häufig nur noch 2 bis 3 Prozent davon übrig bleiben", so Bamhakl.

Vorhandene Energiesparpotentiale nutzen

Anhand von konkreten Berechnungsbeispielen konnte aufgezeigt werden, dass eine Optimierung der Druckluftanlage eine Energie- bzw. Kosteneinsparung bis zu 50 Prozent ergeben kann. „In den Druckluftnetzen zahlreicher Unternehmen schlummert also ein erhebliches Energieeinsparpotenzial. Um dieses zu erschließen, sollte die bei der Drucklufterzeugung entstehende Abwärme zur Raumbeheizung oder Warmwasserbereitung genutzt werden. Bereits kleine Kompressoren, mit Leistungen um die 22 kW, reichen für das Beheizen von Bürogebäuden bis zu 200 m2 aus. Zudem ist die korrekte Steuerung von Druckluftstationen nötig um deutliche Energieeinsparungen zu erzielen. Auch die Sanierung einer maroden oder nicht mehr bedarfsgerechten Druckluftverteilung kann sich schon nach kurzer Zeit rechnen", erklärte der Referent. Wichtig sei allerdings eine eingehende und professionelle Beratung.

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