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Nun ist des fix: Mit dem Meisterbrief zur Uni

Der Meistertitel ermöglicht künftig den Zugang zu bestimmten branchenspezifischen Bachelorstudiengängen an der Freien Universität Bozen. Nachdem die Frist für eine Anfechtung durch die staatlichen Behörden in Rom verstrichen ist, steht den nächsten Schritten nichts im Wege. Für den lvh.apa ist dies ein bedeutender Meilenstein für die Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Bildung.

Datum
10.08.2026
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Der lvh.apa – Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister begrüßt die Entscheidung, den Meistertitel künftig als Zugangsvoraussetzung für bestimmte branchenspezifische Bachelorstudiengänge an der Freien Universität Bozen anzuerkennen. Damit wird ein langjähriges Anliegen des Handwerks Realität und ein wichtiger Schritt gesetzt, um die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung nachhaltig zu stärken.

Der Meistertitel stellt die höchste Qualifikation in den praktischen Berufen dar. Wer diesen Abschluss erlangt, verfügt über fundierte fachliche Kompetenzen, unternehmerisches Wissen sowie langjährige Praxiserfahrung. Mit der nun erfolgten Anerkennung wird diese Qualifikation auch im Hochschulbereich entsprechend gewürdigt.

„Das ist ein historischer Schritt für das Südtiroler Handwerk. Der Meistertitel erhält damit jene Anerkennung, die er verdient. Unsere Meisterinnen und Meister bekommen neue Entwicklungsmöglichkeiten, ohne den praxisnahen Bildungsweg verlassen zu müssen“, betont lvh-Präsident Martin Haller.

„Ein besonderer Dank gilt Landesrat Philipp Achammer, der sich gemeinsam mit dem lvh über viele Jahre hinweg für mehr Durchlässigkeit im Bildungssystem eingesetzt hat und diesen wichtigen Prozess konsequent vorangetrieben hat.“

Landesrat Philipp Achammer betont: „Mit dem Studienzugang über den Meistertitel stärken wir die Durchlässigkeit im Bildungssystem und setzen ein klares Zeichen für die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung. Damit anerkennen wir die hohe Qualifikation unserer Meisterinnen und Meister und eröffnen ihnen zusätzliche Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten.“

Auch Horst Pichler, Obermeister des Südtiroler Meisterbundes, sieht darin einen großen Fortschritt: „Die berufliche Bildung und die akademische Ausbildung rücken damit näher zusammen. Wer einen Meistertitel erlangt, hat bereits ein hohes Qualifikationsniveau erreicht. Dass dieser Weg nun auch den Zugang zu bestimmten Studiengängen eröffnet, ist ein starkes Signal für die Wertschätzung der beruflichen Bildung.“

Für den Obermeister steht vor allem der Nutzen für den Berufsnachwuchs im Vordergrund: „Viele junge Fachkräfte möchten sich nach der Meisterausbildung weiterentwickeln und zusätzliche Kompetenzen erwerben. Die neue Regelung schafft attraktive Perspektiven und erhöht die Attraktivität des Handwerks insgesamt.“

In einem nächsten Schritt werden Vertreter der Freien Universität Bozen und des Landes Südtirol zusammenkommen, um die konkreten Voraussetzungen, Zuständigkeiten und den Umfang der zugänglichen Studiengänge festzulegen. Der lvh wird diesen Prozess weiterhin aktiv begleiten und sich dafür einsetzen, dass die neuen Möglichkeiten möglichst rasch und praxisnah umgesetzt werden.

Bild: Mit dem Meisterbrief zur Uni ©Shutterstock

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