Reverse Charge von EU abgelehnt

Ein klares Nein zum Reverse-Charge-System für große Vertriebsgesellschaften sprach die Europäische Union (EU) kürzlich aus – ein Signal das vom Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister (lvh) eindeutig begrüßt wird. „Der Umsatzsteuerbetrug muss auf andere Weise bekämpft werden. Ich hoffe, dass nun auch in Italien alternative Maßnahmen angedacht werden", unterstreicht lvh-Präsident Gert Lanz.

Gert Lanz Präsident quer 400"Das Handwerk unterstützt ausdrücklich das Ziel der Europäischen Kommission, den Mehrwertsteuerbetrug effizienter zu bekämpfen, allerdings nicht auf Kosten der Betriebe", erklärt der Präsident des Wirtschaftsverbandes für Handwerk und Dienstleister Gert Lanz. Umso mehr begrüßt der Verband die Ablehnung der EU gegen das Reverse-Charge-System für große Vertriebsgesellschaften. „Die Umkehrung der Steuerschuldnerschaft ist nur dann akzeptabel, sofern es durch die regulären Kontrollen keine Möglichkeiten mehr gibt, den Mehrwertsteuerbetrug zu stoppen", so Lanz. Die Entscheidung der EU sei ein klares Zeichen, dass hinsichtlich dieser Thematik falsche Maßnahmen gesetzt worden seien. Nun sei auch Italien an der Reihe, die seit 1. Januar 2015 und mit dem Stabilitätsgesetz eingeführten neuen Bestimmungen Reverse Charge und Split Payment zu überdenken.

Eine schlichtweg inakzeptable Summe

Auch weil das neue Zahlungssystem den italienischen Unternehmen rund 230 Millionen Euro kosten soll. Eine Summe die schlichtweg inakzeptabel sei, wie Lanz unterstreicht. „Maßnahmen zur Eindämmung des Mehrwertsteuerbetruges müssen effizient sein und dürfen keine weitere Belastung für Italiens Betriebe darstellen, schon gar nicht, wenn sie dadurch in weitere Liquiditätsengpässe geraten", so der Verbandspräsident. Gemeinsam mit dem nationalen Dachverband Confartigianato werde man sich auch weiterhin gegen das Reverse-Charge-System und das Split Payment wehren.

Kommentare  

# MWsT SPLITHerbert Kasal 05.06.2015 22:27
Über Weihnachten beschlossen im Jänner gleich eingeführt
wenn es wirklich nicht im Rahmen der EU Gesetze oder
Richtlinien ist , hoffentlich brauchet es nicht 2 Jahre das
Abzuschaffen.

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