Grödner Handwerker enttäuscht über öffentliche Ausschreibung

In St. Christina wird im Auftrag vom Konsortium der Gemeinden St. Christina, St. Ulrich und Wolkenstein ein neues Rettungszentrum für Gröden gebaut. Die Ausschreibung wurde zum Unmut und zur Enttäuschung der lokalen Handwerker aber nicht in Lose aufgeteilt, sondern als offenes Verfahren durchgeführt.

Insam-Ivo-BO-Groeden„Die Enttäuschung der Grödner Handwerker in Hinblick auf das Ausschreibeverfahren des Rettungszentrums ist groß. Wir hatten große Hoffnungen, dass die Ausschreibung in Lose aufgeteilt wird, damit endlich die lokalen Unternehmen zum Zuge kommen", bedauert Ivo Insam, lvh-Bezirksobmann der Handwerker in Gröden. Damit habe die Politik und auch die Konsortialbeamten die Möglichkeit verpasst, den Betrieben direkte Aufträge zu verschaffen, Arbeitsplätze der Familienbetriebe zu erhalten und vielleicht sogar neue Ausbildungsplätze für die Jugend zu erzielen. „Wir sensibilisieren alle Grödner Betriebe, sich in das Südtiroler Vergabeportal einzutragen. Dies hat aber nur Sinn, wenn die Kleinen auch berücksichtigt werden. Wie sollen unsere Betriebe gestärkt werden, wenn am Ende wieder nur die Großen den Fisch an Land ziehen", so Insam. Zumal es sich in Südtirol und so auch in Gröden bei öffentlichen Aufträgen häufig um kleinere Bauten bis zu 40.000 Euro handle, sollte verstärkt die Möglichkeit genutzt werden, die Firmen direkt einzuladen und keine Ausschreibung zu machen. „Wir fordern, dass in Zukunft die Zugangskriterien unbedingt im Sinne der Kleinbetriebe umgesetzt werden, nur dann können auch weiterhin die lokalen Wirtschaftskreisläufe gestärkt und gefördert werden", betont Insam.

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