„Regionales Denken nimmt zu" - Projekt "IN0KM"

In null Kilometer produzieren, vertreiben und verkaufen. Das Projekt „IN0KM" hat sich die Förderung regionaler Qualitätsprodukte zum Ziel gesetzt. Das vom Europäischen Sozialfond (ESF) unterstützte Forschungsprojekt wurde vor Kurzem abgeschlossen.

in0km 800Milch vom heimischen Bergbauer, Brot aus lokal angebauten Getreide, Obst und Gemüse aus der Region: Immer mehr Konsumenten erkennen den Wert des Lokalen und kaufen bewusst heimische Produkte. Dies geht aus den Ergebnissen des Forschungsprojektes IN0KM hervor. Das Projekt wurde 2013 vom hds – Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Bauernbund (SBB) und dem Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister (lvh) gestartet. Dabei wurden in Südtirol über 1000 Unternehmer befragt.
Charakteristisch für regionale Lebensmittel sind, nach Ansicht der befragten Betriebe der Sektoren Handel, Handwerk und Landwirtschaft, vor allem die Produktion und Veredelung der Produkte in Südtirol. Qualität und Vertrauen sind die wichtigsten Kaufgründe regionaler Produkte, so hingegen die Einschätzung der Landwirtschaft. Regionalität wird wichtiger eingeschätzt als die Frische der Produkte. Für das Handwerkt steht die Qualität vor der Frische und dem Vertrauen in die Produkte. Der Handel beurteilt als wichtigsten Faktor die Frische, gefolgt von Qualität und Vertrauen. Im Handel sind rund 30 Prozent der befragten Betriebe Mitglied einer Initiative für die Stärkung und Förderung regionaler Produkte. 97 Prozent der Handelsbetriebe haben regionale Produkte in ihrem Sortiment.
Die Bäcker haben mit der Initiative Regiokorn bereits ein hervorragendes Best-practice Beispiel für ein regionales Produkt, erzeugt in Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Bäckerhandwerk und vertrieben über den lokalen Handel, geschaffen.
Auch die Südtiroler Metzger beteiligen sich aktiv an diversen Qualitätsfleischprogrammen. Die drei Wirtschaftsverbände sind sich einig, dass unter der Zusammenarbeit der drei Sektoren die so genannten 0-KM-Produkte weiter ausgebaut und forciert werden können .
„Lokale Kreisläufe werden immer wichtiger, regionales Denken nimmt zu. Neben der Frische durch kurze Transportwege und der höheren Transparenz während der Produktion, wird die Kulturlandschaft erhalten und somit auch ein Stück Tradition", so die Partner des Projekts. Regionalität biete heimischen Unternehmen die Chance, sich von der international agierenden Konkurrenz zu unterscheiden. Und lokale Wirtschaftskreisläufe würden für einen starken Wirtschaftsstandort, für Wohlstand, Lebensqualität und gesicherte Arbeitsplätze vor Ort sorgen.

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