Schulbesuche: „Weiterbildung ist fundamental!"

Kürzlich erhielten die Schüler der Mittelschule St. Martin in Passeier Besuch von Mitarbeitern des lvh und der HGJ und wurden über die zahlreichen Berufsmöglichkeiten im Handwerk und im Gastgewerbe informiert. Neben den Vorträgen der Referenten kamen auch die Wirtschaftstreibenden und Mitarbeiter örtlicher Betriebe zu Wort, die den Schülern von ihren persönlichen Erfahrungen berichteten.

st martin_800Welche innovativen Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten das Handwerk bietet, schilderte zunächst die lvh-Mitarbeiterin Hannelore Schwabl. Sie erklärte den Schülern den Vorteil einer dualen Ausbildung und besprach den Besuch der Landesmeisterschaft der Berufe, die kürzlich in Bozen stattfand.
lvh-Ortsobmann Karl Heel unterstrich, dass „die Weiterbildung fundamental ist. Wie ich selbst bestätigen kann, ist das Maurern heute in keiner Weise dasselbe, wie es vor dreißig Jahren war!" Er absolvierte nach seinen zwei Ausbildungen als Maurer und Tiefbauer zudem die anspruchsvolle Meisterprüfung und belegt immer noch jedes Jahr einige Kurse. Zumal es den Schulabgängern nicht immer leicht fällt sofort die richtige Berufswahl zu treffen, sollten sie die Möglichkeit nutzen, in Betriebe hinein zu schnuppern, um so ihre eigenen Ziele und Fähigkeiten zu erkennen. Das Passeiertal bietet dafür beste Voraussetzungen mit 90 verschiedenen Betrieben aller Sparten. Diesen Ratschlag der Ortsobmanns nahmen die Schüler gerne an.
Anschließend besuchten die Schüler die Tischlereigenossenschaft Passeier einen Betrieb, der von acht Mitgliedern geführt wird und in dem rund 27 Mitarbeiter beschäftigt sind. Dort konnten die wissbegierigen Burschen gleich mehrere Sparten des Handwerks kennenlernen: Sie erfuhren Details über die Wichtigkeit eines guten Verkaufsgespräches mit dem Kunden, erhielten einen Einblick in die komplexe Welt der 3D-Darstellung und der Anfertigung von technischen Zeichnungen. Neben dem Beraten und Planen ist auch das Bestellen der richtigen Materialen eine wichtige Komponente, um zu einem guten Ergebnis zu kommen. So bestaunten die Schüler das hauseigene Holzlager, wo einige Grundhölzer aufbewahrt werden. Natürlich konnten sie auch die Arbeit am Holz selbst miterleben: in der Werkstatt wurden die Fräse, die Furnierbeschicht- und Schleifmaschine in Gang gebracht. „Diese jungen Buben sind aber sehr interessiert, sie wollen wirklich alles sehen", freute sich Werkstattleiter Karl.
Die Vorteile einer Ausbildung im Hotel- und Gastgewerbe wurden von HGV-Mitarbeiter Stefan Dalsasso erörtert. Mit einer Ausbildung im Gastgewerbe steht den Schülerinnen und Schülern das Tor zur Welt offen. Neben Freundlichkeit und Offenheit sollte man vor allem auch Teamgeist mitbringen. Egal ob als Koch, Servicefachkraft oder Hotelsekretärin, im Hotel- und Gastgewerbe arbeitet man immer in einem Team. Die Arbeit ist abwechslungsreich und man ist ständig im Kontakt mit Menschen aus aller Herren Länder. Je nach Ausbildungsweg kann zwischen der Hotelfachschule, der Berufsfachschule oder einer Lehre entschieden werden. Den Jugendlichen wurde eine Broschüre überreicht, aus derer sie die Kontaktdaten der gastgewerblichen Schulen in Südtirol, die unterschiedlichen Ausbildungswege und weitere nützliche Informationen entnehmen können. Auch wurde die Website www.hgj.it/talentzeigen, auf der es viele interessante Videos und Beiträge zum Nachlesen gibt, vorgestellt. Am Nachmittag besichtigten rund 25 interessierte Schülerinnen und Schüler das Hotel „Quellenhof", wo sie von Familie Dorfer herzlich aufgenommen wurden. Im Rahmen der Besichtigung konnten sich die Jugendlichen einen hervorragenden Einblick in die Welt der Gastronomie verschaffen und die Berufsbilder in der Praxis näher kennenlernen.

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