Südtirol hat seinen ersten Obermeister

Der vor kurzem im Rahmen der ersten Vollversammlung des Südtiroler Meisterbundes gewählte Rat der Meister hat bei seiner ersten Sitzung den Obermeister und seine beiden Stellvertreter gewählt. Martin Haller, Meister in Elektrotechnik wird dem Meisterbund als Vorsitzender, sprich Obermeister vorstehen. Zu seinen Stellvertretern wurden Christian Giuliani, Meister des Handels und Ester Brunini, Glasermeisterin gewählt.

Wahl Obermeister358 Mitglieder zählt der im Vorjahr gegründete Südtiroler Meisterbund, der sich die Interessenvertretung der Meisterinnen und Meister zum Ziel gesetzt hat. „Wir sind mit dem Ziel gestartet, die Sichtbarkeit der Meister zu erhöhen, die Wertschätzung und Anerkennung für diesen Ausbildungsweg zu steigern und junge Menschen für eine Meisterausbildung zu begeistern", erklärt Martin Haller. „Die Meisterausbildung in Südtirol bürgt für Qualität, genauso wie die Arbeit der Meister", sind sich die Mitglieder des Rates der Meister einig.
Der Meisterbund verfolgt ambitionierte Ziele, welche die Mitglieder gemeinsam mit den politischen Vertretern umsetzen möchten. Für die Anerkennung des Südtiroler Meisterbriefes im Ausland und die Errichtung einer Meisterschule wurden bereits die ersten Weichen mit Landesrat Philipp Achammer gestellt.
„Als nächstes möchten wir den Mehrwert des Meisterbriefes aufzeigen. Meister verfügen über eine fundierte Ausbildung, dies muss honoriert werden", fordert Martin Haller. Meister sind Experten ihres Fachgebietes und dennoch wird ihnen vom Gesetz her oft der Zugang zu bestimmten Tätigkeiten verwehrt. „Dafür möchten wir uns einsetzen", erklärt der Obermeister.
Im Ausland hat der Meisterbund bereits erste Partnerschaften geknüpft, so werden die Ratsmitglieder am Meisterforum der Meisterwelten Steiermark Ende November teil nehmen. Gemeinsame Projekte sind in Planung. Im Herbst startet der Meisterbund gemeinsam mit dem Amt für Lehrlingswesen und Meisterausbildung eine Themenreihe mit Fachvorträgen für die Mitglieder.

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