Wirtschaft sagt JA zum Seilbahnprojekt

Die Wirtschaftstreibenden stehen hinter dem Seilbahnprojekt Brixen/Plose: „Es geht um die positive Entwicklung des gesamten Eisacktals", sind die Eisacktaler Wirtschaftsvertreter vom Seilbahnprojekt Brixen/Plose überzeugt. Moderne, zukunftsorientierte Mobilität bedeutet, dass Infrastrukturen optimal vernetzt und sowohl den Einheimischen als auch den Gästen attraktive Alternativen geboten werden. Dies generiere Wertschöpfung für das gesamte Tal und Arbeitsplätze.

seilbahn brixen_1200Eine Million Bewegungen - aufgeteilt auf das ganze Jahr und den ganzen Tag - werden für die Seilbahn Brixen/Plose prognostiziert. Brixen würde sich mit diesem Projekt als Ganzjahresdestination noch stärker profilieren und durch ein neues, interessantes Angebot auch im Frühjahr und Herbst zahlreiche Gäste ansprechen können. Die Wertschöpfung für Brixen und die Plose wären enorm und daraus resultierend auch die Wertschöpfung für das gesamte Eisacktal, sind sich die Wirtschaftstreibenden einig. Durch den Bau der Seilbahn jedoch würden vor allem die Einheimischen profitieren: Nachhaltige Arbeitsplätze am Berg, die Aufwertung des Bahnhofsareals – der Identitätskarte der Stadt - und eine leichtere, umweltfreundliche, direkte Verbindung auf den Brixner Hausberg sind nur einige Punkte, die anlässlich der heute stattgefundenen Pressekonferenz genannt wurden.
Die Seilbahnverbindung garantiere eine umweltfreundliche, rasche und vor allem kostengünstige Erreichbarkeit des Freizeit- und Wanderberges Plose. Eine Alternative – eine Potenzierung der Busverbindungen mit erhöhten Frequenzen zwischen Brixen und der Plose – sei nicht wirklich vorhanden: nicht abschätzbare Folgekosten, eine starke Beeinträchtigung der Lebensqualität und eine nicht vertretbare Belastung der Umwelt seien nur einige Faktoren, die gegen diese Variante sprechen. Von der fehlenden Zukunftsvision abgesehen.
„Wir sind jetzt aufgefordert, konkrete Akzente zu setzen, um das Eisacktal gemeinsam zu gestalten, damit auch die nächste Generation hier leben und arbeiten kann", betonten die Eisacktaler Wirtschaftsvertreter unisono und riefen die Brixnerinnen und Brixner auf, sich an der Volksabstimmung zu beteiligen und mit einem Ja für die Seilbahnverbindung ein konkretes Zeichen für die Zukunft zu setzen.

Statements der Wirtschaftsvertreter

Erlacher-Johann---BO-BrixenJohann Erlacher, Bezirksobmann des Wirtschaftsverbandes für Handwerk und Dienstleister (lvh)

„Brixen und das gesamte Eisacktal würden durch die Seilbahn sowohl eine touristische als auch wirtschaftliche Aufwertung erfahren: Touristisch weil in Brixen in den letzten Jahrzehnten sehr wenig Investitionen für den Tourismus getätigt worden sind und diese unbedingt notwendig wären. Wirtschaftlich, weil durch das Projekt wieder neue wirtschaftliche Anreize für die lokalen Betriebe geschaffen würden darunter wertvolle Aufträge für die Baubranche aber auch mehrere hundert Arbeitsplätze für die einzelnen Wirtschaftssektoren."

Hans Peter Federer, Ortsobmann des Handels- und Dienstleistungsverbandes (hds)

"Für die Weiterentwicklung der Stadt stellt dieses Projekt eine einmalige Gelegenheit dar. Derzeit leben wir in einer Phase, in welcher das Wachstum stagniert und ein allgemeiner Verdrängungswettbewerb herrscht. Damit die Stadt auch in Zukunft attraktiv bleibt, braucht es daher neue Ideen, um nicht von anderen Städten oder Destinationen verdrängt zu werden."

Helmut Tauber, Bezirksobmann des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV)

„Brixen hat in der Geschichte öfters mutige Entscheidungen getroffen, die sich für die Wirtschaft und insbesondere für den Tourismus positiv ausgewirkt haben. Dadurch ist es gelungen, zahlreiche Arbeitsplätze zu schaffen und Wohlstand zu sichern. Dieselbe Chance bietet sich nun mit dem Neubau einer Seilbahn von Brixner Zugbahnhof nach St. Andrä und weiter auf die Plose. Diese zukunftsgerichtete und ökologisch vernünftige Verbindung stärkt das Freizeit- und Wandergebiet Plose und gibt dem Tourismus in Brixen und im mittleren Eisacktal einen neuen Schub. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, um für Einheimische und Gäste das ganzjährige Angebot zu verbessern und auch in Nebensaisonzeiten verstärkt Gäste ins Eisacktal zu locken".

Werner Kusstatscher, Bezirksobmann des Unternehmerverbandes Südtirol (UVS)

„Die Plose ist bereits heute ein Ausfugziel für die ganze Familie für das ganze Jahr und hat dabei noch ein großes Potential. Das alles ohne zusätzliche Naturlandschaften zu belasten. Mit einer neuen Bahn wird der Berg näher zur Stadt und zum Tal gebracht. Dies erweitert das Einzugsgebiet und die Attraktion für zusätzliche Besucher und erhöht somit die Wirtschaftlichkeit für die Bahn selbst, aber vor allem für viele neue Angebote. Hinter jedem Angebot stecken neue Arbeitsplätze. Als Unternehmer bin ich froh um jede Initiative, welche unserer schwächelnden Wirtschaft neue Impulse gibt und für unsere Jugend neue Arbeitsplätze jeder Art ermöglicht. Für die Bauindustrie werden weitere Investitionen folgen, welche vor allem für unsere lokale Bauwirtschaft wichtige Arbeitsplätze sichert. Erst letzte Woche musste eine unserer ältesten Baufirmen im Eisacktal den Betrieb schließen. Aber auch für unsere produzierenden Betriebe, welche teilweise in die ganze Welt exportieren, bietet ein attraktives Arbeitsumfeld gute Chancen, hochqualifizierte Mitarbeiter herzuholen. Ein attraktives Wohn- und Arbeitsumfeld steigert den Standortvorteil für unsere Unternehmen. Deshalb fordern wir ein klares JA für die Seilbahn und für ein modernes und innovatives Brixen."

Konrad Obexer, Bezirksobmann des Südtiroler Bauernbundes (SBB)

„Der Südtiroler Bauernbund spricht sich klar für eine Seilbahnverbindung von Brixen auf die Plose aus. Eine Seilbahn mit Start am Bahnhof wird Wertschöpfung bringen und neue Arbeitsplätze sichern. Einen eventuellen Standort in Milland lehnen wir ab, weil es dort viel zu viel Kulturgrund brauchen würde. Und mehr Busse bringen keinen Mehrwert für Brixen und die Plose, sicher aber viel mehr Verkehr."

Heinrich Ferretti, Bezirksvorsitzender der Vereinigung Südtiroler Freiberufler (VSF)

„Die Vereinigung der Südtiroler Freiberufler Bezirk Eisacktal/Wipptal spricht sich klar für das Konzept der Seilbahnverbindung von Brixen auf die Plose mit Startpunkt Bahnhof Brixen aus, weil es nicht nur ein schlüssiges Verkehrskonzept mit Drehscheibe Bahnhof darstellt, sondern auch bestehende Synergien nutzt und keine zusätzlichen Verkehrsinfrastrukturen benötigt. Zudem entsteht gemeinsam mit dem Vorzeigemodell City-Bus (Brixen war auch hier Vorreiter) ein funktionierendes Verkehrsmodell, welches den Verkehrsnahtransport zukunftsweisend regeln kann. Auch wird das derzeit äußerst vernachlässigte Bahnhofsareal dadurch erneuert, auf den neusten Stand der Technik und sicherlich den Verkehrsnutzern näher gebracht. Die neue Plosebahn ist Zeichen für Aufbruch Stimmung im Eisacktal, bedeutet eine neue Attraktion und Ansporn für zukünftige Investitionen von Seiten der Wirtschaft zur Sicherung der Arbeitsplätze und des Wirtschaftsraumes selbst. Die Wirtschaft braucht Investitionen, damit sie auch im Stande ist, weiterhin die Steuern für das Allgemeinwohl zu erwirtschaften und um sozialgerechtes Unternehmertum betreiben zu können. Sie ist auch eine positive Entscheidung für einen umweltgerechten Lösungsansatz der Verkehrsproblematik und für die Zukunft unserer Kinder."

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