Annerkennung für Arbeitssicherheit

Rettungssanitäter, freiwillige Rettungshelfer und die Freiwilligen der Feuerwehren unseres Landes können mit ihrer Ausbildung als Erste-Hilfe- oder Brandschutzbeauftragte im Betrieb tätig sein. Das bedeutet, dass Mitarbeiter, die im Zuge ihres Ehrenamts bereits Qualifikationen in Erster Hilfe und Brandschutz erlangt haben, sich diese auch für ihren Arbeitsplatz anerkennen lassen können. Über die Regelungen im Detail klärt Gert Lanz vom lvh-Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister auf.

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Haben Mitarbeiter eine Ausbildung zum Rettungssanitäter, freiwilligen Rettungshelfer oder Freiwilligen der Feuerwehr absolviert, so können sie als Erste-Hilfe- bzw. Brandschutzbeauftragte im Betrieb fungieren. Ihre bereits erlangten Qualifikationen werden im Sinne der Arbeitssicherheitsbestimmungen anerkannt und müssen nicht noch einmal eigens durch Kurse oder Seminare zertifiziert werden. „Für einige Betriebe ist das sicherlich von Vorteil", sagt Gert Lanz, Präsident des lvh. „Allerdings gibt es auch hier verschiedene Bedingungen, die beachtet werden müssen." So erhalten beispielsweise Freiwillige, die den „Grundlehrgang Brandeinsatz" besucht haben, einen Befähigungsnachweis zum Brandschutzbeauftragten in Tätigkeiten mit niederem Brandrisiko. Freiwillige, die den „Kurs für Gruppenkommandanten" besucht haben, erhalten einen Befähigungsnachweis in Tätigkeiten mit mittlerem Brandrisiko. „Die Landesfeuerwehrschule in Vilpian hat dazu aufgerufen, sich bei Fragen oder Unklarheiten einfach zu melden", so Lanz. Die Anerkennung der Ausbildung der Freiwilligen des Weißen Kreuzes als Erste-Hilfe-Beauftragte im Betrieb ist ebenso genau geregelt. Seit 2010 ist für alle freiwilligen Helfer des Weißen Kreuzes die Ausbildungsstufe A verpflichtend. Diese Qualifikation berechtigt nun auch zum Posten als Erste-Hilfe-Beauftragter in Betrieben mit den Risikoklassen B und C. „Für die Risikogruppe A gelten gesonderte Bestimmungen und Ausbildungsanforderungen", erklärt Lanz. „Darunter fallen unter anderem Betriebe oder Produktionseinheiten mit mehr als fünf Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen, die den INAIL-Tarifgruppen mit Risikoindex für eine bleibende Behinderung von mehr als vier angehören", so der Präsident weiter. Er rät den Betrieben, sich bei Unsicherheiten beraten zu lassen und abzuklären, ob von Mitarbeitern bereits erhaltene Qualifikationen anerkannt werden können.

Genaue Informationen zu den Bestimmungen erhalten lvh-Mitglieder von der lvh-Rechtsabteilung

 

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