Personentransport: Gesetzlichen Spielraum nutzen und Südtiroler Betrieben aus der Krise helfen!

Südtirols Mietwagenunternehmer kämpfen nach wie vor um ihre Existenz: Immer noch fehlen zugesagte Unterstützungsmaßnahmen. Ein kleiner Lichtblick könnten Ersatzdienste sein, sofern sie an private Südtiroler Busunternehmen gehen. „Das Land muss jetzt handeln“, appelliert  lvh-Präsident Martin Haller.   

Ersatzdienste sollten privaten Südtiroler Busunternehmen weitergegeben werden - Foto: Hannes NiederkoflerErsatzdienste sollten privaten Südtiroler Busunternehmen weitergegeben werden - Foto: Hannes NiederkoflerDer Mietwagensektor steht immer noch auf Messers Schneide: Trotz der vielen Forderungen nach Unterstützung für die Covid-19-Härtefälle, hat sich vonseiten der Politik noch nichts getan. „Zugesagte Unterstützungsmaßnahmen lassen auf sich warten. Die Situation für die betroffenen Betriebe wird immer prekärer“, unterstreicht lvh-Präsident Martin Haller.

Das Schuljahr 2020/2021 steht an: Tausende Schüler werden im Herbst wieder mit Bus und Zug zur Schule fahren. Da in den öffentlichen Verkehrsmitteln die Sicherheitsabstände eingehalten werden müssen und eine Überlastung droht, sollte jetzt die Chance ergriffen und Betriebe mit zusätzlichen Fahrten beauftragen werden. „Es wird keine andere Möglichkeit geben, als die Transportdienste zu potenzieren. Diese Ersatzdienste müssen privaten Südtiroler Busunternehmen weitergegeben werden. Nur so können sie aus der Krise geholt werden. Die gesetzlichen Spielräume sind vorhanden, das Land muss jetzt handeln“, fordert Hansjörg Thaler, Obmann der lvh-Berufsgemeinschaft der Mietwagenunternehmer.

Des Weiteren fordert die Berufsgemeinschaft der lvh-Mietwagenunternehmer die sofortige Ausschreibung der Linienkonzessionen. „Es gibt keinen Grund mehr, dies nicht zu tun“, unterstreicht Haller. „Wenn nicht bald Maßnahmen gesetzt werden und sich die Situation verbessert, sind die Betriebe gezwungen, Verträge zu unterzeichnen, die sie langfristig binden. Somit wird ihnen jede Handlungsmöglichkeit und der Marktzugang für zukünftige Ausschreibungen genommen. Wir sind überzeugt, dass das Land kein Interesse hat, eine solche Entwicklung zu unterstützen!“

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