„Nur nicht auf Kosten der Kinder“

Nicht nur monatelange Ausfälle aufgrund von Covid-19 haben Südtirols Mietwagenunternehmer in extreme finanzielle Schwierigkeiten gebracht. Heute hat die Nachricht die Runde gemacht, dass der Auftrag für die Durchführung des Schülertransports zukünftig an eine auswärtige Firma gehen soll. Der lvh erwartet, dass die Einhaltung der Qualitätskriterien überprüft wird. 

Schuelertransport okFür Unmut und Unverständnis hat heute Mittag die Nachricht gesorgt, dass der Zuschlag für die Durchführung der zukünftigen Schülertransporte in Südtirol nicht an hiesige Firmen gehen soll. Im Rahmen einer außerordentlichen Beiratssitzung haben die Mietwagenunternehmer im lvh die Entscheidung kritisiert. „Unser Sektor ist ohnehin schon stark angeschlagen durch die Corona-Pandemie. Damit werden nun endgültig einige Betriebsexistenzen ausgelöscht“, befürchtet Hansjörg Thaler, Obmann der Mietwagenunternehmer im lvh.

Viele Südtiroler Mietwagenunternehmer haben jahrelang verlässlich und professionell die Schülertransporte sogar in den entlegensten Tälern durchgeführt. Über 4.000 Grund-, Mittel- und Oberschüler haben sie täglich zur Schule und wieder nach Hause gebracht. Der Vorteil der hiesigen Dienstleister: sie stellen ein kapillares lokales Personentransport-Netzwerk dar und kennen die geographischen Herausforderungen gerade im ländlichen Gebiet. lvh-Chef Martin Haller betont: „Auf keinen Fall darf diese Entscheidung auf Kosten der Kinder gehen. Ich bin zuversichtlich, dass die zuständigen Aufsichtsstellen genauestens prüfen werden, ob die Qualitätskriterien auch erfüllt werden können, damit keines der Kinder auf der Straße stehen bleibt. Zudem wäre es gerade jetzt richtig und wichtig, regionale Kreisläufe zu stärken und dem Mietwagensektor wirtschaftliche Perspektiven zu geben.“

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