Die Althandwerker in Norwegen - Eindrücke der Superlative

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Ein Reisebericht von Angelo Angerami


norwegen althandwerker_800Fjorde, unzählige Serpentinen, die in schwindelerregende Höhen führen, atemberaubende Aussichten, Menschenmassen und Einsamkeit, Sommer und Winter, Sonne und Regen. Das alles an nur einem Tag erleben? Hier ist es möglich: Norwegen!

Ankunft in Norwegen

Ein ruhiger Flug von Mailand nach Oslo. Oslo - eine Mischung aus Naturerfahrung und modernem Cityleben. Auf uns warten Lise Lyngestad, die örtliche Reiseführerin, und Buschauffeur Erich, zwei originale Norweger. Sie: älter, aber erfahren, mit einem trockenen Humor. Er: ein junger, blonder, wohlbeleibter Riese. Sie werden uns die ganze Zeit wunderbar begleiten. Unsere Fahrt geht hinein nach Oslo, Check-in im schönen Hotel Thon-Opera gegenüber dem modernen Opernhaus.

360° Oslo

Am nächsten Tag, nach einem reichhaltigen Frühstück, erleben wir auf einer Stadtrundfahrt die Sehenswürdigkeiten der norwegischen Metropole: das Osloer Rathaus und auch die herrliche Oper. Die trotzkopf 800Stadtrundfahrt führt uns auch zum königlichen Schloss und zum fantastischen Vigelandpark. Dieser Skulpturenpark zeigt unter anderem das Leben eines Menschen - ein einzigartiger Zyklus - geschaffen von Gustav Vigeland. Berühmteste Skulptur ist sicher der "Kleine Trotzkopf". Es folgen das Wikinger-Museum und der Holmenkollen, die berühmte Skiflugschanze. Mit dem Lift geht es zum Aussichtsturm, der einen atemberaubenden Blick auf Oslo bietet. Danach bleibt noch genug Zeit, um auf eigene Faust diese schöne Stadt zu erkunden.

garmo 800Lillehammer und Äl

Am dritten Tag geht die Fahrt von Oslo über Lillehammer nach Äl. In Lillehammer besichtigen wir das Freilichtmuseum Maihaugen mit den Sandvigschen Sammlungen. Dieses Freilichtmuseum wurde 1887 angelegt und beherbergt eine Sammlung von alten Wohn- und Speicherhäusern, Ställen und Werkstätten, die die Geschichte des Gudbranddales verdeutlichen. Auch die Stabkirche von Garmo konnten wir in ihrer Pracht besichtigen. Übernachtung in Äl.

Mit dem Zug durch das "Zermatt Norwegens"

Am vierten Tag fahren wir weiter nach Geilo, auch das "Zermatt Norwegens" genannt, und mit der Bergbahn hinauf nach Myrdal. Die Bahnfahrt führt direkt durch das weite Gebiet der Hardangervidda, diese beeindruckende Hochebene präsentiert sich als eine seen- und moorreiche, fast baum- und strauchlose Fjell-Landschaft. Wir können einen kurzen Blick auf den Hardangerjokulen Gletscher werfen, bis der Zug wieder in einem Tunnel verschwindet. Nach ca. zwei Stunden Fahrzeit kommen wir in Myrdal an. Der nächste Höhepunkt der Reise ist flamsbahn 800erreicht: die Flåmsbahn, die Hochgebirge und Fjord verbindet. Es soll sich um eine der spektakulärsten Bahnstrecken der Welt handeln, denn auf der nur 20 km langen Bahnfahrt von Myrdal auf 922 m Höhe führt die Strecke nach Flåm auf 20 m Höhe. Die Bahn ist auch eine der steilsten Strecken der Welt, denn "fast 80% der Strecke liegen in einer 55 % Steigung, was einer Steigung von einem Meter auf 18 Meter Strecke entspricht", lesen wir danach auf der Internetseite der Flåmsbana nach. In Myrdal wird nun wechselseitig umgestiegen, Bergensbahn und Flåmsbahn getauscht. Es ist nur wenig Zeit dafür, geht aber sehr ruhig vonstatten. Myrdal kann man kurz aus dem Zugfenster betrachten, die klare Luft inhalieren und schon startet eine der schönsten Zugreisen der Welt. Es geht durchs prächtige Gebirge, an einem See vorbei, durch Schneeabschirmungen und Wendetunnel langsam hinab. Am berühmten Wasserfall Kjosfossen hält der Zug. Touristen aus aller Welt steigen aus und belagern den hölzernen Bahnsteig. Gesang ertönt und eine Elfe tanzt im Nebel des Wasserfalles. Verzückt werden hunderte von Fotos geschossen. Wir krönen den Nachmittag mit einer Kreuzfahrt im Nærøyfjord – UNESCO Weltnaturerbe, Arm des königlichen Sognefjordes. Mit Bildern von steilen Berghängen und kleinen Bauernhöfen, die wie Adlernester auf dem Felsplateau liegen und Wasserfällen, die zu Tale stürzen, fahren wir mit dem Bus weiter nach Bergen.

Bergen - die alte Hansestadt

Die alte Hansestadt Bergen, die sich auch gern „Tor zum Fjordland" nennt, kokettiert mit der Tatsache, dass es an rund 280 Tagen im Jahr regnet und die Niederschlagsmenge etwa drei mal größer ist als in Hamburg. Etwa 250.000 Menschen leben hier. Damit ist Bergen nach Oslo die zweitgrößte Stadt Norwegens. Sie gilt als weltoffen, von Wirtschaft und Handel geprägt, als Kultur- und Wissenschaftsmetropole. Die deutsche Hanse bergen 800unterhielt hier im Mittelalter einen ihrer bedeutendsten Auslandsstützpunkte. Die zweistündige geführte Stadtrundfahrt zeigt den ganzen Reiz dieser Stadt. Der erste Eindruck ist fantastisch. Nach kurzer Wegstrecke sind wir bei der Villa des berühmten Komponisten Edvard Grieg eingekehrt. Das Wetter, wie soll es anders sein, wechselhaft, Sonne und Regen tanzen miteinander. Ein Höhepunkt sind mit Sicherheit die von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannten Hansehäuser am Bryggen. Zu Fuß gehen wir weiter, vorbei an den Handelshäusern, zur Bergenhus Festung oder Festning, sowie zur Håkonshalle. Die Halle, ursprünglich 1248 als Regierungssitz erbaut, explodierte im 2. Weltkrieg und wurde 1961 originalgetreu nachgebaut. Heute finden hier Konzerte statt. Ein paar Schritte vom Hotel, auf dem Torget, findet der Fischmarkt statt. Besucher werden mit kleinen Probehäppchen zum Kauf animiert. Neben Königskrabben, unzähligen Sorten von Lachs und anderen Fischen findet man hier auch Elch-, Rentier- und Walsalami. Die Preise sind einigermaßen erschwinglich. Man staune - die Wolken haben sich verzogen und die Sonne lugt hervor. Von der Reiseleitung als ein Muss empfohlen, machen sich einige Teilnehmer auf den 320 m hohen Hausberg „Fløyen" auf. Mit der Standseilbahn ist man schnell oben. Einen besseren Gesamteindruck von der Stadt kann man gar nicht gewinnen.

Am nächsten Tag, am späten Vormittag, treten wir die Heimreise per Flug über Oslo an. Eine faszinierende Reise! Ein Dank gilt auch PRIMUS Touristik für diese kostbaren Momente!


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