„Das Wipptal darf nicht zugespart werden"

Im Rahmen der Sanitätsreform ist die Schließung verschiedener Krankenhausabteilungen geplant. Nachdem die Tumorchirurgie zugesperrt wurde befürchtet man im Spital von Sterzing nun die Schließung weiterer Abteilungen. Vehement dagegen sind die Wipptaler Handwerker.

Keim-Karl---BO-WipptalLandauf, landab kämpfen die Südtiroler derzeit um den Erhalt der sieben Krankenhäuser. So auch im Wipptal. „Die Struktur des Sterzinger Krankenhauses entspricht nicht nur den Bedürfnissen der Wipptaler, sondern auch zahlreicher Patienten, die von anderen Landesteilen, ja sogar von der Nordtiroler Seite zu uns kommen. ", erklärt Karl Keim, Bezirksobmann der Handwerker im Wipptal. Die kurzen Wege und Wartezeiten, vor allem aber der Persönlichkeitsbezug und der Wohlfühlfaktor spiegeln sich in der ausgeprochenen Zufriedenheit der Patienten wider. „Unser Krankenhaus hat einen starken Familiencharakter, der in Krankheitsfällen von größter Bedeutung und im Heilungsprozess nicht zu unterschätzen ist", so Keim. Zentren und Städte wie Sterzing könnten nur am Leben gehalten werden, wenn bürgernahe und gut funktionierende Strukturen wie diese aufrechterhalten werden. Auf keinen Fall dürfte das Wipptal ausgesperrt, ausgehungert und vor allem an allen Ecken und Enden „zugesperrt" werden. „Deshalb der dringende Appell an unsere Politiker: Wir müssen versuchen, unser Krankenhaus mit all seinen Abteilungen auch weiterhin am Leben zu halten", so Keim. Hierfür wollen die Wipptaler Handwerker ganz klare Zeichen setzen. „Ein erster Schritt ist der Empfang der Landesrätin Martha Stocker durch die Wipptaler Handwerker anlässlich ihres Besuchs in unserem Krankenhaus am 9. Oktober 2014 um 19.15 Uhr, wo wir unsere Erfordernisse kundtun werden", unterstreich der Bezirksausschuss der Handwerker.

 

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